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27.07.2012

08:42 Uhr

London-Besuch

Romney sorgt vor Olympia für Wirbel

Mit Äußerungen zur Organisation der Olympischen Spiele hat Mitt Romney die britische Bevölkerung gegen sich aufgebracht. Doch das Olympia-Interview ist nicht der einzige Fauxpas des US-Präsidentschaftskandidaten.

Bei diesen Äußerungen muss sich Mitt Romney an die eigene Nase fassen. Reuters

Bei diesen Äußerungen muss sich Mitt Romney an die eigene Nase fassen.

LondonNach heftiger Kritik an seinen Äußerungen zum Stand der Vorbereitungen vor den Olympischen Spielen in London hat der US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney den Fuß aus dem Fettnäpfchen gezogen. "Ich gehe davon aus, dass die Spiele höchst erfolgreich sein werden", erklärte Romney. Zuvor hatte er infrage gestellt, dass Großbritannien ausreichend auf die am heutigen Freitag beginnenden Spiele vorbereitet sei: Im Gespräch mit dem US-Fernsehsender NBC hatte er kurz nach seinem Eintreffen in London am Mittwoch den Stand der Sicherheitsvorkehrungen als "beunruhigend" bezeichnet.

Der britische Premierminister konterte die Kritik mit den Worten: "Wir veranstalten die Spiele in einer der belebtesten, aktivsten und geschäftigsten Städte der Welt. Natürlich ist es einfacher, die Olympischen Spiele mitten im Nirgendwo zu veranstalten." Damit spielte Cameron auf die Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City an. Romney war damals Geschäftsführer des Organisationskomitees.

Auch Londons Bürgermeister Boris Johnson wies die Äußerungen Romneys entschieden zurück. "Da gibt es einen Typ namens Mitt Romney, der wissen will, ob wir bereit sind", sagte er vor zehntausenden Menschen im Hyde Park. "Sind wir bereit? Jawoll!"

Romney, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts und voraussichtliche republikanische Kandidat für die US-Präsidentschaft, will noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in London besuchen, bevor er nach Israel und Polen reist.

Was Romney bei Olympia nicht sehen wird ist der Auftritt seines eigenen Pferdes beim Dressurreiten. Die Äußerung in dem Interview "Gucke ich mir nicht an" sorgte nicht nur beim Reporter der NBC für Verwirrung. Schwerer wiegen dürften allerdings zwei weitere Auftritte Romneys: Bei einem Treffen mit Labour-Chef Ed Miliband sprach er diesen immer mit "Mr. Leader" an, nie mit seinem Namen. Dann plauderte er von einem Treffen mit dem Chef des britischen Geheimdienstes MI6. Einem Treffen, das eigentlich geheim bleiben sollte.

Von

dapd

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

27.07.2012, 09:03 Uhr

Der Typ zeigt sich noch dümmer als Bush es je hätte tun können. Dagegen sind unsere Politiker Intelligenzbestien.
Aber in Amerika hat ja jeder seine Kriegswaffen zuhause, ist egal welchen Präsidenten sie sich wählen, die Freiheit der Hochfinanz und die der Waffen haben Bezug zueinander.

martin_luther_king

27.07.2012, 10:16 Uhr

Poor baby, born with a silver foot in his mouth.

Anyone know about a relationship to the bush clan ?

Account gelöscht!

27.07.2012, 10:19 Uhr

"Mitt Romney for President, welcome to europe" mit dieser Meinung zählen sie zum Glück zur Minderheit in europe! Republikaner Bashing wurde und wird zu Recht betrieben. Bush jun. war ein Dummkopf und eine Marionette konservativer Kräfte in den USA. Das hat auch nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, die Fäden hatten ganz andere in der Hand. Wenn man sich dann mal anschaut was Romney so vom Stapel lässt, gabs ja auch schon einige Artikel hier im HB. Bestes Beispiel ist das Attentat bei der Batman Premiere, Obama übt zumindest vorsichtige Kritik, während Romney ja nicht mal ansatzweise die Waffengesetze kritisiert. Das geht ja gleich gar nicht bei den erzkonservativen Amis. Ich hoffe inständig, dass Romney die Wahl verliert, nicht so sehr weil mit Obama alles besser wird, aber mit dem Klappspaten kanns nur schlimmer werden.

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