Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.11.2012

02:40 Uhr

Luftangriffe in Gaza

UN-Sicherheitsrat beruft Sondersitzung ein

Nach der Tötung des Hamas-Kommandeurs eskaliert die Lage im Gaza-Streifen. Arabische Länder reagieren mit heftigen Protesten. Nun schalten sich auch die USA und die Vereinten Nationen ein.

Gewalt im Gazastreifen

Israel kündigt weitere Angriffe an

Gewalt im Gazastreifen: Israel kündigt weitere Angriffe an

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

New York/Kairo/WashingtonWegen der angespannten Lage im Nahen Osten hat der UN-Sicherheitsrat für Mittwochabend Ortszeit eine Dringlichkeitssitzung einberufen. An den Gesprächen hinter verschlossenen Türen nähmen Vertreter Israels und der Palästinenser teil, verlautete aus Diplomatenkreisen. Ägypten hatte die Sitzung beantragt, nachdem Israels Luftwaffe am Mittwoch mehrere Angriffe auf den Gazastreifen geflogen und dabei den Militärchef der radikalislamischen Hamas, Ahmed al-Dschaabari, getötet hatte.

Auch die Palästinenser hatten nach dem israelischen Angriff im Gazastreifen den UN-Sicherheitsrat zum Handeln aufgefordert. Das Gremium müsse Israel zu verstehen geben, die Militäraktionen gegen das palästinensische Volk zu beenden, sagte der palästinensische Gesandte Rijad Mansur am Mittwoch. Das Vorgehen Israels sei illegal und kriminell. Eine weitere Verschlechterung und Destabilisierung der Lage müsse verhindert werden.

Israels UN-Botschafter Ron Prosor wiederum verlangte vom Sicherheitsrat, die Raketenangriffe auf israelische Bürger aus dem Gazastreifen zu verurteilen. Den bei dem Angriff getöteten Hamas-Militärchef Ahmed al-Dschaabari bezeichnete er als Massenmörder. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die im Gazastreifen regierende Hamas und Israel dazu auf, eine Eskalation der Kämpfe zu vermeiden.

Luftangriffe im Gaza-Streifen: Israel tötet den Militärchef der Hamas

Luftangriffe im Gaza-Streifen

Israel tötet den Militärchef der Hamas

Israel bombardierte auch weitere Ziele im Küstengebiet.

Israel gab nach Beginn der Militäroffensive grünes Licht für die Einberufung von Reservisten der Armee. Das Sicherheitskabinett billigte am Mittwochabend die Einberufung von Reservisten "nach Bedarf", wie es in einer Erklärung des Kabinetts hieß. Ein Armeesprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass einige Benachrichtigungen gezielt verschickt worden seien. Es handele sich jedoch nicht um eine generelle Mobilisierung. "Falls notwendig", sei Israel auch zu einer Bodenoffensive bereit, hieß es von den israelischen Streitkräften.

Israels Präsident Schimon Peres unterrichtete seinen US-Kollegen Barack Obama über die Militäraktion. Der Angriff sei eine Reaktion auf den seit Tagen andauernden Raketenbeschuss, zitierte das israelische Präsidialamt Peres. "Es gibt eine Grenze dessen, was Israel aushalten kann."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×