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28.07.2015

00:40 Uhr

Luftangriffe in Syrien und Irak

Auswärtiges Amt warnt vor Aufenthalt in Grenznähe

Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für die Türkei aktualisiert und warnt auch vor möglichen PKK-Anschlägen. Indes äußern sich UN-Generalsekretär Moon und von der Leyen zu den Angriffen auf die verbotene Partei.

Die Türkei kämpf derzeit an zwei Fronten: Im Krieg gegen den Islamischen Staat erhielt die USA kürzlich die Erlaubnis, Luftwaffenstützpunkte für Angriffe auf den IS in Syrien und im Irak zu nutzen.

Türkei

Die Türkei kämpf derzeit an zwei Fronten: Im Krieg gegen den Islamischen Staat erhielt die USA kürzlich die Erlaubnis, Luftwaffenstützpunkte für Angriffe auf den IS in Syrien und im Irak zu nutzen.

Berlin/New York/BamakoAngesichts der Angriffe der türkischen Luftwaffe auf Stellungen der kurdischen PKK und der Terrormiliz IS im Nordirak und in Syrien hat das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise aktualisiert. Als Reaktion könne es zu Anschlägen der PKK in der Türkei kommen, heißt es seit Montag auf der Homepage des Ministeriums.

„Bei Reisen über Land wird zu besonderer Umsicht und Vorsicht geraten.“ Bisher gebe es keine unmittelbaren Auswirkungen auf Ferienregionen. Angesichts der angespannten Situation empfiehlt das Auswärtige Amt dringend, sich nicht in der Nähe der Grenzen zu Syrien und Irak aufzuhalten und insbesondere Grenzanlagen zu meiden.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich besorgt über die türkischen Luftangriffe auf die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK geäußert. Er hoffe auf eine sofortige Rückkehr zu konstruktivem Dialog, so dass eine friedliche Lösung gefunden werden könne, sagte Ban laut Mitteilung der Vereinten Nationen in New York am Montag. Ban rief alle Beteiligten dazu auf, nicht zurückzukehren zu einem „tödlichen Konflikt, der den Menschen in der Türkei in der Vergangenheit schon so viel Leid zugefügt hat“.

Die Türkei fliegt seit einigen Tagen Luftangriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak. Für Dienstag ist eine von Ankara beantragte Sondersitzung der Nato-Botschafter angesetzt.
Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) äußerte sich am Montagabend bei ihrem Besuch im westafrikanischen Mali zum Thema. Sie erhoffe sich von der Nato-Sondersitzung am Dienstag ein klares Bekenntnis zum Versöhnungsprozess zwischen der Türkei und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Gleichzeitig erwarte sie Solidarität mit der Türkei für den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat.
„Insofern ist es wichtig, dass auch die 28 Nato-Partner miteinander dieses gemeinsame politische Ziel sehr deutlich auch formulieren“, sagte die Ministerin. Zudem müsse klar gemacht werden, dass alle militärischen Operationen in der Region „angemessen und ausgewogen“ sein müssten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Steffen Karl

28.07.2015, 08:18 Uhr

Ja, ja - das "Auswertige Amt"

Schon peinlich, Handelsblatt!

Herr reiner tiroch

28.07.2015, 08:58 Uhr

Operationen müssen angemessen und ausgewogen sein? gegen die IS, gegen die Kurden, oder gegen beide? vor einem Aufenthalt dort zu Warnen ist ein Witz, denn wer fährt da schon hin? oder geht da was mit Tourismus um zu sehen, was da unsere Raketenjungs machen, die sich dort seit 3 Jahren schon die Füße Plattsetehen?

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