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20.06.2011

03:54 Uhr

Luftangriffe

Nato bombardiert versehentlich Wohnhaus in Tripolis

Mit dem Nato-Einsatz in Libyen soll die Bevölkerung eigentlich vor der Gewalt der Gaddafi-Truppen geschützt werden. Doch nun muss die Allianz mit Bedauern einräumen.

Verwundete Rebellen werden aus dem Kampfgebiet transportiert. Quelle: dapd

Verwundete Rebellen werden aus dem Kampfgebiet transportiert.

Tripolis/BrüsselDie Nato hat eingeräumt, versehentlich ein Wohnhaus in der libyschen Hauptstadt Tripolis bombardiert und dabei allem Anschein nach mehrere Menschen getötet zu haben.

Der Oberkommandeur des Nato-Einsatzes in Libyen, der kanadische General Charles Bouchard, bedauerte in einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung den Vorfall.

Das Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hatte dem Militärbündnis vorgeworfen, bei dem Angriff mindestens drei Menschen getötet zu haben, darunter auch ein Kleinkind. „Obwohl wir die Einzelheiten des Zwischenfalls noch ermitteln, scheint es so, dass ein Fehler in einem Waffensystem diesen Zwischenfall verursacht hat“, erklärte Bouchard in seinem Hauptquartier in Neapel.

Es sehe so aus, als ob eine Bombe nicht das beabsichtigte Ziel getroffen habe. „Die Nato bedauert den Verlust unschuldiger Menschenleben und sie geht sehr sorgsam vor im Kampf gegen ein Regime, das entschlossen ist, Gewalt gegen seine eigenen Bürger anzuwenden“, teilte das Militärbündnis weiter mit. Kurz nach dem Luftangriff in der Nacht zum Sonntag waren ausländische Journalisten von den libyschen Behörden zu dem zerstörten Wohnhaus gebracht worden. Sie beobachteten, wie eine Leiche aus den Trümmern geborgen wurde.

Zahlreiche Nachbarn halfen bei den Bergungsarbeiten. Später wurde den Reportern in einem Krankenhaus auch die Leiche eines Kleinkindes gezeigt. „Dies ist ein weiterer Beweis für die Brutalität der Nato“, erklärte der libysche Regierungssprecher Mussa Ibrahim. Der internationale Militäreinsatz in Libyen stützt sich auf ein UN-Mandat, das zum Schutz von Zivilisten den Einsatz militärischer Gewalt zulässt.

In einer Erklärung der Nato vom Sonntag hieß es, das Bündnis tue „alles, um die libysche Bevölkerung vor der Gewalt des Regimes von Gaddafi zu schützen“. Die Nato plane die Einsätze „mit Präzision und mit einer hohen Genauigkeitsrate“.

Kommentare (9)

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Prenden

19.06.2011, 15:47 Uhr

1. Dieser Einsatz wird durch keine Resolution gestützt. 2. Das ist doch eine Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Clans in Libyen. 3. Rebellen sind für mich keine legitime provisorische Regierung, das hieße ja wieder das eine Minderheit über die Mehrheit herrscht. 4. Es geht nur um Öl, Wasser und Finanzen 5. Es werden Kriegsverbrechen durch die Nato & Verbündete begangen, für die die Verantwortlichen auch noch zur Rechenschaft gezogen werden. 6. Kein Vorschlag von Gaddafi wird überhaupt in Erwägung gezogen, da das Ziel ja schon fest steht. 7. Schluß mit diesem illegalen Krieg

Account gelöscht!

19.06.2011, 15:59 Uhr

Was hat dieser Krieg von diesem kriegslüsternen Sarkozy angestachelt, denn bis jetzt gebracht?
Das halbe Land zerbombt, viele Opfer in der Zivilbevölkerung und der Diktator Gadafi ist immer noch am Leben.
So macht sich der Westen dort keine Freunde
Wie in Afghanistan, Bin Laden wurde doch immer in Ruhe gelassen und ganze Privat- oder HOchzeitsgesellschaften platt gebmbt.
In Libyen hätte man die Möglichkeit gehabt, der Oppostion oder den Rebellen, die gegen die Diktatur kämpfen anders beistehen zu können. Meinetwegen auch mit Waffen, mit Versorgung der Krankenhäuser usw.
Also Schluß mit dieser Kriegsspierei die niemanden nützt und nur großen Schaden anrichtet.
Man will mir doch nicht erzählen, dass man nicht die Möglichketi gehabt hätte Gadafi zu eliminieren,oder festzunehmen, denn genau das muß passieren. Aber die sollen aufhören das ganze Land zu zerstören

faelltnichtsein

19.06.2011, 18:20 Uhr

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie man so einem Verein, wie die Rebellen ihn darstellen, überhaupt unterstützen kann...
Die tun ja gerade so als wären wir ihre Privat Armee die nach ihren Gutdünken operiert.
Wie soll das eigentlich nach Gadaffi aussehen ? Fordern diese dann auch, dass wir alles wieder aufbauen, Industrie ansiedeln und alle Besorgungen machen sollen, damit die neuen Machthaber die Beine hochlegen können ?

Könnten die Rebellen tatsächlich eine, Clan unabhängige, Mehrheit hinter sich vereinen wäre Gaddafi schon lange weg... Im übrigen auch interessant zu sehen wer auf den Straßen pro Gaddafi und wer gegen ihn demonstiert... man wird sehr schnell sehen das auf der einen Seite (pro G) bei weitem mehr Frauen zu sehen sind als auf der anderen...

Einfach nur noch absurd wofür sich die NATO heutzutage hergibt...

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