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21.11.2012

15:39 Uhr

Luftangriffe

Palästinenser fühlen sich mitten im Krieg

Täglich steigt im Gazastreifen die Zahl der Toten und Verletzten. Die Bevölkerung lebt angesichts ständiger Luftangriffe Israels in Angst und Schrecken. Die Lage in der Enklave wird immer prekärer.

Obdachlose Palästinenser tragen von der UN verteilte Matratzen. Reuters

Obdachlose Palästinenser tragen von der UN verteilte Matratzen.

Gaza/Tel AvivDer palästinensische Notfallarzt Aschraf al-Kedra sieht todmüde aus: Dunkle Augenringe, Stoppelbart und wirres Haar. Der 35-Jährige, der auch als Sprecher des Hamas- Gesundheitsministeriums arbeitet, ist seit Beginn der israelischen Militäroperation im Gazastreifen vor einer Woche rund um die Uhr im Einsatz. In seiner weißen Arztkleidung eilt er durch das Schiffa-Krankenhaus in Gaza, das viele der bei israelischen Luftangriffen verletzten Menschen behandelt.

Die Liste der Patienten ist lang: Die 14-jährige Islam wurde bei einem Angriff in Dir el-Balach von einem Raketensplitter am Kopf verletzt. Ihr 45-jähriger Vater Chaled al-Buhaisi wartet angespannt außerhalb der Intensivstation. Er hofft, dass seine älteste Tochter bald wieder gesund wird. „Ich weiß nicht, was meine Tochter den Israelis getan hat“, sagt er verbittert. „Sie war daheim, als sie verletzt wurde, sie hat keine Raketen auf Israel geschossen.“

Al-Kedra beantwortet abwechselnd Anrufe von Journalisten und hilft anderen Ärzten und Krankenschwestern bei der Behandlung von Notfallpatienten. „Langsam gehen uns viele Medikamente aus, und Materialien für Erste Hilfe“, warnt der erschöpfte Arzt.

Nach dem Bombenanschlag auf einen Stadtbus in Tel Aviv intensivierte die israelische Luftwaffe am Mittwoch noch ihre heftigen Angriffe im Gazastreifen. Die humanitäre Lage wird nach mehr als einer Woche heftiger Kämpfe immer schwieriger. Viele Geschäfte, Banken, Schulen und Ministerien sind geschlossen. Nur einige Lebensmittelhändler, Bäckereien und Fleischereien haben geöffnet, damit die Einwohner des Gazastreifens sich weiter mit dem Nötigsten versorgen können.

„Wir leben in einer Atmosphäre des Krieges“, erzählt der 35-jährige Alla al-Haithman, ein ehemaliger Polizist. „Alle fünf Minuten hören wir eine Riesenexplosion.“ Seine vier Kinder hätten sich daran allerdings schon fast gewöhnt. „Es gibt in Gaza während des Kriegs nichts zu tun, sie bleiben die ganze Zeit im Haus und sehen fast ständig fern.“

Kommentare (34)

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Klaus

21.11.2012, 17:17 Uhr

„Ich weiß nicht, was meine Tochter den Israelis getan hat“, sagt er verbittert. „Sie war daheim, als sie verletzt wurde, sie hat keine Raketen auf Israel geschossen.“

Wenn der Vater mal "Israelis" durch Palästinenser ersetzen würde, wäre für ihn vielleicht die Frage beantwortet. Das sagen auch die Leute in Tel Aviv, Jerusalem, und dem Süden von Israel, die dauernd unter dem Raketenbeschuss der Hamas und Co zu leiden haben.

Phtoshopper

21.11.2012, 17:53 Uhr

Die Tochter, das Baby, das Mädchen der kleine Junge...

Verschonen Sie uns doch bitte mit dieser Terroristen-Propaganda.
Ich habe es satt mir dieses gespielte Gejammer dieser Subjekte anzuhören, die Weltweit für HASS, TOT, UNTERDRÜCKUNG, GEWALT, TERROR und INTOLERANZ stehen!!

Die Hamas hat im Gaza-Streifen seit Jahrzehnten nichts für die Menschen getan, obwohl Millionen von europäichen Steuergeldern in dieses Projekt geflossen sind.
Die Hamas-Mitglieder leben dazu gut von den Drogen- und Waffengeschäften und der Schutzgelderpressung an ihren eigenen Leuten.
Wenn die Menschen im GazaStreifen den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben als zu jedem Mist Inschallah zu murmeln und den Hass auf die Welt zupflegen, dann haben sie sich dieses Schicksal auch wohl verdient.

RumpelstilzchenA

21.11.2012, 19:17 Uhr

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