Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.06.2013

17:44 Uhr

Lukrative Zweitkarriere

Clinton führt Liste der teuersten Redner an

ExklusivFür eine 90-minütige Rede 500.000 Dollar: Mit diesem Honorar führt der frühere US-Präsident Bill Clinton die Liste der teuersten Redner an. Auch deutsche Politiker entdecken die lukrative Zweitkarriere für sich.

Nach der aktiven Politikkarriere folgt Referentenkarriere. Auch deutsche Politiker wie Gerhard Schröder haben diese Zweitkarriere für sich entdeckt. Reuters

Nach der aktiven Politikkarriere folgt Referentenkarriere. Auch deutsche Politiker wie Gerhard Schröder haben diese Zweitkarriere für sich entdeckt.

BerlinDer frühere US-Präsident Bill Clinton hat sich seit seinem Ausscheiden aus dem Amt zum Multimillionär gemausert. Rund 500.000 Dollar kassiert der Amerikaner für eine 90-minütige Rede – zuzüglich Spesen. Das geht aus den Standardhonorarvereinbarungen hervor, die dem Handelsblatt (Dienstagausgabe) vorliegen.

Auch für deutsche Politiker beginnt nach der politischen immer häufiger eine lukrative Zweitkarriere als Redner. Im Vergleich zu Clinton sind deutsche Ex-Politiker dabei allerdings zu Vorzugspreisen zu haben. Günther Beckstein (CSU) etwa, ehemaliger Ministerpräsident Bayerns, gibt es nach Handelsblatt-Informationen bereits für 5.000 Euro in der Stunde.

Teurer wird es auf Bundesebene. Für die Bundespräsidenten Roman Herzog und Richard von Weizäcker werden 20.000 bis 25.000 Euro fällig, für den Ex-Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) muss mit einem Rede-Entgelt von 30.000 Euro gerechnet werden.

Die besten Redner 2013

Platz 10

Martin Winterkorn, Volkswagen

Platz 9

Reinhard Ploss, Infineon

Platz 8

Elmar Degenhart, Continental

Platz 7

Ulf Schneider, Fresenius

Platz 6

Dieter Zetsche, Daimler

Platz 5

Johannes Teyssen, Eon

Platz 4

Norbert Reithofer, BMW

Platz 3

Peter Terium, RWE

Platz 2

Deutsche Telekom, René Obermann

Platz 1

Kurt Bock, BASF

Quelle

Rhetorik-Ranking von Handelsblatt und Universität Hohenheim (Detail-Ergebnisse hier)

Absoluter deutscher Spitzenverdiener ist Gerhard Schröder (SPD). Der Ex-Kanzler wird bei Redneragenturen zu Preisen zwischen 50.000 bis 75.000 Euro gehandelt.

Gut möglich allerdings, dass Schröder als bislang bestverdienender deutscher Redner in absehbarer Zeit abgelöst wird. Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach Schätzung von Brancheninsidern dem Marktwert Schröders „mindestens ebenbürtig.“

Von

jcb

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

kraehendienst

24.06.2013, 18:06 Uhr

"Auch deutsche Politiker entdecken die lukrative Zweitkarriere für sich." Nachdem sie bei Merkel nichts zu sagen haben müssen sicherlich viele zunächst in einen Rhetorikkurs. Clinten war primärer Mitverursacher der heutigen Finanzkrise! Dass der sich noch in die Öffentlichkeit traut - viell in Asien...

Account gelöscht!

24.06.2013, 18:22 Uhr

Hieran sieht man, wie krank die westliche Welt mittlerweile ist
Es kann ja ruhig mal jemand eine Rede halten, wenn er Ahnung hat. Aber solche Summen ist keiner Wert.
Es wird auch allerhöchste Zeit, dass bei uns der Irrsinn mit den Politiker-Pensionen aufhört, wenn man sieht, was die anschließend noch verdienen.
Für jeden ganz normal arbeiteden Menschen ist so was eine Ohrfeige, wenn man überlegt, dass ein Fischer, nichts gelernt, früher nur geprügelt, eine satte Pension vom Steuerzahler erhält und dann noch noch bezahlte Voträge hält
Wie krank aber ist auch die Wirtschaft die sich sowas anhören und auch noch bezahlen.
Unser Land und offenbar die gesamte westliche Welt ist bis in die Wurzeln verfault

hansblick

24.06.2013, 20:09 Uhr

hier muss was geklärt werden...mansche diesen honorare für angeblichen reden sind es nicht...es sind bezahlungen für getanen 'dienste' als der besagte politiker noch im amt war...schmiergelder...der rede ist nur der vorwand für das geld ubergabe...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×