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14.03.2012

19:03 Uhr

Luxemburgs Außenminister

Scharfe Töne gegen Sarkozy

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn wirt Frankreichs Präsident vor, mit seinen Schengen-Äußerungen eine rote Linie überschritten zu haben. Auch die Kanzlerin solle sich von den Äußerungen Sarkozys distanzieren.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Reuters

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.

BerlinLuxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in scharfen Tönen antieuropäische Stimmungsmache vorgeworfen. „Sarkozy hat mit seinen Schengen-Äußerungen eine rote Linie überschritten“, sagte Asselborn der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Er bezog sich auf Äußerungen Sarkozys im französischen Präsidentschaftswahlkampf vom Wochenende. Darin hatte der konservative Präsident eine Überarbeitung des Schengen-Vertrages mit strafferen Kontrollen gegen illegale Einwanderung gefordert. Ansonsten werde Frankreich das Schengen-Abkommen „aussetzen“.

„Damit rüttelt Sarkozy an einem zentralen Grundpfeiler der EU“, kritisierte der Sozialdemokrat Asselborn, der auch klare Worte der anderen EU-Partner einforderte. „Auch die Kanzlerin ist wie jeder Europäer aufgefordert, sich davon zu distanzieren. Denn wer schweigt, akzeptiert das.“ Am Dienstag hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) Sarkozys Äußerungen kritisiert. Andere Mitglieder der Bundesregierung wollten diese bisher aber nicht äußern. Im vergangenen Jahr hatte es noch EU-weite und auch in Deutschland parteiübergreifende Kritik an dem zunächst angekündigten Aufbau neuer Grenzkontrollen in Dänemark gegeben.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Liechtenberg

14.03.2012, 19:20 Uhr

Asselborn: Luxemburger und Sozialist. Wer hätte das gedacht?? *LOL*
Jedenfalls freue ich mich, dass die arroganten Luxemburger über Target2 auch ihr blaues Wunder erleben werden. Das sei diesen vorbildlichen Europäern auch herzlich gegönnt!

Account gelöscht!

14.03.2012, 19:25 Uhr

Asselborn, Merkel und Konsorten sollten sich besser Gedanken darüber machen, wieso Sarkozy damit Erfolg im Wahlkampf hat.
So wie die europäischen Regierungschef zur Zeit mit der Demokratie umgehen, wundert mich der wachsende Nationalismus nicht.

aleman

15.03.2012, 10:38 Uhr

er hat recht. leider nur worte, um sich bei den wählern
vorteile zu verschaffen. wenn es nochmal gutgehen sollte,
werfen diese ankündigungen sofort in vergessenheit ver -
sinken.

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