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08.04.2015

13:40 Uhr

Macht von Oligarchen

Multimilliardär Achmetow im Fokus der Ermittler

In der Ukraine hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Multimilliardär Rinat Achmetow aufgenommen. Die juristischen Schritte sind Teil einer großangelegten Aktion zur Zerschlagung der Netzwerke von Oligarchen.

Der Unternehmer und Oligarch gilt als reichster Ukrainer. dpa

Rinat Leonidowytsch Achmetow

Der Unternehmer und Oligarch gilt als reichster Ukrainer.

KiewDie ukrainische Führung setzt ihre Aktionen zur Einschränkung der Macht von Oligarchen fort. Der Generalstaatsanwalt ordnete eine Überprüfung der Ausschreibung für den Verkauf von Kraftwerken an, bei der sich einflussreiche Geschäftleute wichtige Energieversorger einverleibt haben. 2012 und 2013 waren unter Präsident Viktor Janukowitsch staatliche Energieunternehmen verkauft worden.

Im Osten des Landes waren die Unternehmen Dniproenergo und Donbasenergo an den Multimilliardär Rinat Achmetow beziehungsweise dessen Partner gegangen. Außerdem wurde damals ein großer Anteil an einem Energieversorger in der westlichen Region Transkarpatien an einen russischen Geschäftsmann verkauft. Nach den am Dienstag begonnenen Ermittlungen wurden die Staatsfirmen in geschlossenen Bieterverfahren mit ausgesuchten Interessenten veräußert zu niedrigen Preisen.

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Die juristischen Aktionen gegen Achmetow sind offenkundig ein weiterer Schritt der ukrainischen Regierung zur Zerschlagung der Netzwerke von Oligarchen, die eng mit dem gestürzten Präsidenten Janukowitsch in Verbindung standen. Achmetow hatte nach dem Zerfall der Sowjetunion bei Geschäften im Stahl- und Energiesektor ein Milliardenvermögen gemacht und gilt heute mit geschätzten sieben Milliarden Dollar als reichster Ukrainer.

Ende März hatte Präsident Petro Poroschenko den Oligarchen Ihor Kolomoiski als Gouverneur des Bezirks Dnipropetrowsk in der Ostukraine entlassen. Der 52-Jährige stand im Zentrum eines innenpolitischen Streits, nachdem bewaffnete Männer vergangene Woche in die Kiewer Büros des Staatsunternehmens Ukrtransnafta eingedrungen waren. Dem Überfall ging die Entlassung des Direktors voraus, einem Verbündeten von Kolomoiski. Kolomoiski hatte Freiwilligen-Bataillone finanziert, die im Osten des Landes gegen prorussische Separatisten vorgingen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Thomas Ebert

08.04.2015, 15:44 Uhr

Ist das schön! Poroschenko hat begriffen : von Putin lernen heisst siegen lernen!

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