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09.04.2017

18:02 Uhr

Machtdemonstration im Streit mit Pjöngjang

US-Flugzeugträger auf dem Weg nach Korea

Nordkorea schürt mit seinem Raketen- und Atomprogramm seit Jahren die Spannungen in der Region. Die US-Regierung reagiert nun mit der Verlegung einer Flugzeugträgergruppe in den Westpazifik.

USA & Nordkorea

Tillerson: „Unser Fokus liegt darauf, Nordkorea atomwaffenfrei zu bekommen.“

USA & Nordkorea: Tillerson: „Unser Fokus liegt darauf, Nordkorea atomwaffenfrei zu bekommen.“

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Angesichts wachsender Spannungen nach Raketentests durch Nordkorea verlegen die USA Kriegsschiffe näher an die geteilte koreanische Halbinsel. Das sagte ein Angehöriger der amerikanischen Streitkräfte dem US-Sender CNN. Dieser Schritt sei eine Reaktion auf die jüngsten „Provokationen“ Nordkoreas. Das US-Pazifikkommando erklärte, der Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ sei am Samstag mit seinen Begleitschiffen in Singapur ausgelaufen und fahre nun in Richtung Norden, um sich im westlichen Pazifik aufzuhalten.

Es ist nicht unüblich für die USA, zusätzliche Kampfflugzeuge und Schiffe in die Region zu verlegen, um militärische Macht zu demonstrieren. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich in einem Interview gesagt, notfalls würden die USA das Problem Nordkorea allein und ohne China lösen. Die USA befürchten vor allem, dass nordkoreanische Atomraketen eines Tages amerikanisches Festland erreichen könnten.

Nordkorea kritisierte am Sonntag den US-Militärschlag vom Freitag gegen einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien und kündigte an, seine militärischen Fähigkeiten zu erweitern. Der Angriff habe gezeigt, dass der Ausbau der eigenen „Atomstreitmacht“ gerechtfertigt sei, wurde ein Sprecher des Außenministeriums von den Staatsmedien zitiert. Es gebe Stimmen, die den US-Angriff in Syrien auch als Warnung an Nordkorea bezeichnet hätten. Nordkorea habe aber keine Angst „vor solch einer Bedrohung“.

US-Außenminister Rex Tillerson sagte am Sonntag dem Sender ABC, die US-Aktion in Syrien sei eine Botschaft an alle Länder: „Wenn du internationale Normen verletzt, internationale Vereinbarungen, wenn du eine Bedrohung für andere wirst, dann musst du zu einem Zeitpunkt davon ausgehen, dass es wahrscheinlich eine Antwort gibt.“ Direkt auf Nordkorea bezogen sagte Tillerson, die USA zielten auf eine Denuklearisierung ab, nicht auf einen Regimewechsel.

Ein Marine F/A-16 Super Hornet Kampfjet startet vom US-Flugzeugträger Carl Vinson. Der Kampfverband ist derzeit auf dem Weg nach Korea. dpa

Flugzeugstart auf der USS Carl Vinson

Ein Marine F/A-16 Super Hornet Kampfjet startet vom US-Flugzeugträger Carl Vinson. Der Kampfverband ist derzeit auf dem Weg nach Korea.

Die Führung in Pjöngjang wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder aber bestreiten.

Die jetzt verlegten US-Kriegsschiffe waren seit dem 18. Februar auf Patrouillenfahrt im Südchinesischen Meer unterwegs. Der Flugzeugträger hatte bereits im März Südkorea angelaufen, um an einem gemeinsamen Militärmanöver der beiden verbündeten Länder teilzunehmen.

Die kommunistische Regierung in Nordkorea hatte am Mittwoch zum wiederholten Mal gegen UN-Resolutionen verstoßen und eine ballistische Testrakete in Richtung offenes Meer feuern lassen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Aktion. Ballistische Raketen befördern je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe.

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Einen Tag nach der Abreise von Chinas Staatschef Xi Jinping meldet sich US-Präsident Trump per Tweet zu Wort. Er spricht von Freundschaft und gutem Willen. Beim Thema Handel jedoch bekommt die Zuversicht einen Dämpfer.

Die Spannungen in der Region hatten sich nach zwei Atomversuchen Nordkoreas und zahlreichen Raketentests seit dem vergangenen Jahr erhöht. Nach einem Treffen Trumps mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Florida sagte US-Außenminister Rex Tillerson, beide Staaten wollten im Nordkorea-Konflikt stärker kooperieren. Es gebe aber kein Maßnahmenpaket. Xi Jinping teile jedoch die Sicht der USA, dass das nordkoreanische Atomprogramm ein „ernstes Stadium“ erreicht habe.

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