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05.06.2011

14:09 Uhr

Machtkampf

Jemens Vizepräsident trifft US-Botschafter

Jemens Machthaber verlässt das Land und heizt damit die Spekulationen um einen bevorstehenden Machtwechsel an. Sein Vize übernimmt vorübergehend die Amtsgeschäfte.

Jemens Präsident Ali Abdullah Salih und sein Stellvertreter Abed Rabbo Mansur Hadi. Quelle: Reuters

Jemens Präsident Ali Abdullah Salih und sein Stellvertreter Abed Rabbo Mansur Hadi.

Riad/SanaaWenige Stunden nach der Ausreise des schwer verletzten Präsidenten Ali Abdullah aus dem Jemen hat sich sein Stellvertreter am Sonntag mit dem US-Botschafter Gerald Feierstein getroffen. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija aus Dubai. Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi hatte die Amtsgeschäfte übernommen, nachdem der am Freitag bei einem Anschlag von Regimegegnern verletzte Salih zur Behandlung nach Saudi-Arabien gereist war. Oppositionelle erklärten, Salih dürfe nicht in den Jemen zurückkehren.

Nach der Explosion einer Granate stecke in der Herzgegend des 69-Jährigen Salih ein 7,6 Zentimeter langes Schrapnell, berichtete der britische Rundfunksender BBC am Samstagabend unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Opposition fordert seit Monaten mit Massendemonstrationen den Rücktritt des seit 1978 herrschenden Präsidenten.

Der blutige Machtkampf zwischen Salih und einflussreichen Gegnern aus seinem eigenen Haschid-Stamm war in den vergangenen Tagen eskaliert. Nach dem Anschlag vom Freitag hatten Gefolgsleute des Präsidenten Granaten auf das Haus des Oppositionspolitikers Hamid al-Ahmar abgefeuert.

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