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09.08.2012

01:12 Uhr

Machtübernahme

Libyens Parlament macht sich an die Arbeit

Die Menschen in Libyen haben in der Nacht zum Donnerstag gefeiert: Das neue, demokratisch gewählte Parlament hat am späten Mittwochabend die Macht übernommen. Doch viele Abgeordnete haben keine klare Zuordnung.

Der Sprecher des libyschen Übergangsrates, Saleh Darhoub. dpa

Der Sprecher des libyschen Übergangsrates, Saleh Darhoub.

Tripolis/KairoMachtübergabe in Libyen: Fast ein Jahr nach dem Sturz von Langzeitdiktator Muammar al-Gaddafi hat in Tripolis das neue, demokratisch gewählte Parlament die Macht übernommen. Die feierliche Zeremonie in der Nacht zum Donnerstag in der Hauptstadt galt als symbolische Zäsur auf dem Weg des nordafrikanischen Staates zu demokratischen Verhältnissen.

Der Nationale Übergangsrat übergab nach einer Schweigeminute für die Opfer des blutigen Aufstands gegen Gaddafi die formelle Macht im Land an den im Vormonat gewählten Nationalkongress. „Wir schließen damit ein Kapitel der Diktatur und schlagen eine neue Seite im Aufbau des Staates Libyen auf“, sagte Mustafa Abdel Dschalil, der Vorsitzende des Übergangsrates.

Anschließend übergab er dem ältesten Abgeordneten des neuen Parlaments, Mohammed Ali Salim, eine libysche Flagge. „Wir schwören, dass wir die Ziele erreichen werden, für die die Libyer ihr Leben gegeben haben“, sagte Salim.

Wegen des Fastenmonats Ramadan hatten die Feierlichkeiten, an denen sich auch ausländische Diplomaten und Delegierte arabischer Staaten beteiligten, erst am späten Mittwochabend begonnen. Nach der kurzen Zeremonie erleuchtete ein Feuerwerk den Himmel über Tripolis, während die Menschen in den Straßen feierten. „Libyen wird immer ein freies und demokratisches Land bleiben“, riefen sie.

Der Übergangsrat war noch während des Volksaufstandes gegründet worden, der im Februar 2011 begann und nach sechs Monaten die Gaddafi-Herrschaft beendete.

Der neue 200-köpfige Kongress war am 7. Juli gewählt worden. 120 Mandate gingen an Einzelkandidaten ohne klare politische Zuordnung. 80 Sitze wurde unter den Parteien verteilt. Stärkste Fraktion wurde die reformorientierte Gruppierung des Technokraten und Regierungschefs der Aufstandszeit, Mahmud Dschibril.

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Der Nationalkongress soll eine Regierung bestimmen, die Wahl einer verfassunggebenden Versammlung vorbereiten und ein Referendum über die künftige Verfassung abhalten. Auf deren Grundlage soll dann ein neues Parlament gewählt werden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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09.08.2012, 02:10 Uhr

O-Ion Handelsblatt
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Nach der kurzen Zeremonie erleuchtete ein Feuerwerk den Himmel über Tripolis, während die Menschen in den Straßen feierten. „Libyen wird immer ein freies und demokratisches Land bleiben“, riefen sie.
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Komisch - ich habe immer nur "Allahu akbar" gehört.

Account gelöscht!

09.08.2012, 17:06 Uhr

Die guten Mächte des Westens haben die Unterdrückten Menschen Lybiens endlich der ersehnten "Denokratie" zugeführt.

....wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann..

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"Die Regierung der Vereinigten Staaten soll Kapital schlagen aus ihrer technologischen und wirtschaftlichen Überlegenheit, um durch Einsatz aller Mittel - einschließlich militärischer - unangefochtene Überlegenheit zu erreichen."

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