Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.07.2017

22:58 Uhr

Maduro unter Druck

Opposition in Venezuela ruft zum landesweiten Streik auf

Zu einem 24-stündigen friedlichen Streik hat in Venezuela die Opposition aufgerufen. So soll der Druck auf Präsident Nicolas Maduro erhöht werden - bevor „die definitive Eskalation in der nächsten Woche“ ansteht.

Eskalation

Venezuela: Trump droht mit Wirtschaftssanktionen

Eskalation: Venezuela: Trump droht mit Wirtschaftssanktionen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

CaracasDie venezolanische Opposition will mit einem landesweiten Streik den Druck auf Präsident Nicolas Maduro erhöhen. Oppositionschef Freddy Guevara rief für Donnerstag zu einem 24-stündigen nationalen Ausstand auf. „Die Stunde null beginnt“, sagte er am Montag.

Das gesamte Land solle sich friedlich an dem Streik beteiligen als Vorbereitung auf „die definitive Eskalation in der nächsten Woche“. Angespornt vom Ergebnis einer symbolischen Volksabstimmung hat die Opposition auch angekündigt, Maßnahmen für eine nationale Einheitsregierung zu ergreifen. Zudem will sie Richter als Alternativen zu jenen benennen, die im Obersten Gerichtshof sitzen.

Opposition in Venezuela: „Wir wollen kein Kuba sein“

Opposition in Venezuela

„Wir wollen kein Kuba sein“

Venezuelas Opposition hat weitere Proteste gegen Präsident Maduro angekündigt. Mehr als sieben Millionen Bürger nahmen bereits am Referendum gegen die geplante Verfassungsversammlung teil. Maduro nannte es illegal.

Maduros Gegner demonstrieren fast täglich. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei kamen seit April fast 100 Menschen ums Leben. Der Präsident hat für den 30. Juli Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung angesetzt, die nach Ansicht der Opposition die Macht des Präsidenten und seiner Sozialistischen Partei sichern soll.

Erneute Gewalt in Venezuela

Tote bei symbolischem Anti-Maduro-Referendum

Erneute Gewalt in Venezuela : Tote bei symbolischem Anti-Maduro-Referendum

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Das Referendum nannte er illegal und bedeutungslos. Maduro wurde 2013 mit knapper Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Seither schlitterte das ölreiche Land in eine schwere Wirtschaftskrise, verursacht auch durch den Einbruch des Ölpreises auf dem Weltmarkt. Bei der Parlamentswahl 2015 siegte die Opposition. Der Präsident ignoriert seitdem die Volksvertretung.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×