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25.04.2016

08:42 Uhr

Maghreb-Staaten

Flüchtlingszahlen aus Nordafrika sinken drastisch

Im März sind nur noch 480 Flüchtlinge aus Algerien, Marokko und Tunesien gekommen. Im Januar hatte es noch rund 3360 Einreisen nach Deutschland gegeben. Als Grund gelten geplante Gesetzesänderungen.

Im März sind nur noch 480 Flüchtlinge aus Maghreb-Staaten gekommen. AP

Weniger Flüchtlinge aus Nordafrika

Im März sind nur noch 480 Flüchtlinge aus Maghreb-Staaten gekommen.

BerlinDie Zahl der Flüchtlinge aus den Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien ist einem Medienbericht zufolge drastisch zurückgegangen. Wurden im Januar noch 3356 Einreisen registriert, waren es im Februar nur noch 599 und im März 480, wie die Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ (Montagausgabe) vorab unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge an den Bundestag berichten.

Als Grund nenne die Behörde das geplante Gesetz, das die drei Länder als sichere Herkunftsstaaten einstufen und damit Abschiebungen erleichtern solle.

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Die Einreisezahlen aus den nordafrikanischen Staaten waren im Verlauf des vergangenen Jahres massiv angestiegen, die Behörde spricht dem Blatt zufolge von 26.036 registrierten Neuzugängen 2015. Doch haben die wenigsten Flüchtlinge Aussicht auf ein Bleiberecht: Die sogenannte Schutzquote für Menschen aus den drei Ländern lag im Vorjahr bei 2,1 Prozent, im ersten Quartal 2016 sogar nur noch bei 0,7 Prozent. Nach den Übergriffen in Köln in der Silvesternacht, an denen vor allem Männer aus Nordafrika beteiligt gewesen sein sollen, hatte die Bundesregierung das Gesetz zu den sicheren Herkunftsstaaten erarbeitet.

Von

rtr

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