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07.06.2011

16:11 Uhr

Mahmud Ahmadinedschad

„Israel ist wie ein Krebsgeschwür“

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat auf einer Pressekonferenz einmal mehr Israel das Existenzrecht abgesprochen. Und scheute dabei keine anmaßenden Vergleiche.  

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sorgt mit seinen drastischen Aussagen immer wieder für Unmut. Quelle: dpa

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sorgt mit seinen drastischen Aussagen immer wieder für Unmut.

Teheran „Sie sollten dahin verschwinden, woher sie gekommen sind, zumal die meisten der regionalen Führer nicht nur die Existenz Israels nicht wollen, sondern auch noch deren Verschwinden (aus Nahost) wollen“, sagte Ahmadinedschad am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Teheran. „Das zionistische Regime ist wie ein Krebsgeschwür - wo es auftaucht, breitet es sich aus und sollte daher entfernt werden.“ Er warf Israel vor, der Auslöser aller Spannungen in Nahost zu sein.

Der iranische Staatschef hat wiederholt mit kritischen Bemerkungen zu Israel für internationales Aufsehen gesorgt. So hatte er unter anderem bereits die Tilgung Israels von der Landkarte gefordert. Auch die Umsiedlung oder „Verlegung“ Israels nach Europa oder Alaska gehörten zu Ahmadinedschads „Vorschlägen“ zum Umgang mit dem Erzfeind.

In seinem verbalen Rundumschlag nahm Ahmadinedschad auch die USA ins Visier. Um das Existenzrecht Israels zu schützen, sei von den USA ein „gewalttätiger und mörderischer Islam“ erdacht worden. Er warnte die Potentaten in Nahost vor den Machenschaften Washingtons, wollten sie nicht das Schicksal der abgesetzten Machthaber Ägyptens oder Tunesiens erleiden. Diese ehemaligen Freunde der USA seien von diesen fallen gelassen worden, „als ihre Zeit abgelaufen war, weil sich die US-Interessen geändert hatten“.

 

Von

dpa

Kommentare (6)

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Zeitungsleser

07.06.2011, 16:47 Uhr

Israel ist der einzige funktionierende Staat in dieser Region.
Was erlauben sich diese mittelalterlichen Mullahs eigentlich.
Ohne Israel und den Westen würde das "nackte Chaos" herrschen.

Wolle

07.06.2011, 17:18 Uhr

Schon möglich, aber ohne Israel würde dort Frieden herrschen und ohne die Finanzhilfen einiger Länder würde dieser künstliche Staat schon lange nicht mehr existieren, geschweige sich ständig auf Kosten anderer vergrößern.

Volkstribun

07.06.2011, 17:31 Uhr

Man kann zu Ahmadinedschad stehen wie man will. Ganz unrecht hat er aber nicht. Es gibt keinen einzigen Nachbarstaat, zu dem Israel wirklich freundschaftliche Beziehungen pflegt.
Ansonsten kann sich Herr Ahmadinedschad an die eigene Nase fassen. Ihn mag offensichtlich nicht mal das eigene Volk!

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