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06.01.2017

08:57 Uhr

Mails an WikiLeaks

US-Geheimdienste sehen russische Hacker hinter Cyberattacken

Der US-amerikanische Geheimdienst stuft russische Hacker als ernste Bedrohung für die USA und ihre Infrastruktur ein. Hintergrund ist der mutmaßlich russische Hackerangriff und die Desinformation während der US-Wahl.

Auf Obamas Order haben die US-Geheimdienste einen umfassenden Bericht über die Hackerangriffe erstellt, in denen sich der Verdacht gegen Russland verhärtet. dpa

Verdacht gegen Putin verhärtet sich

Auf Obamas Order haben die US-Geheimdienste einen umfassenden Bericht über die Hackerangriffe erstellt, in denen sich der Verdacht gegen Russland verhärtet.

WashingtonAuf Obamas Order haben die US-Geheimdienste einen umfassenden Bericht über die Hackerangriffe erstellt, in denen sich der Verdacht gegen Russland erhärtet. Die „Washington Post“ berichtet, dass US-Spione abgehört haben, wie „hochrangige russische Regierungsmitglieder“ Trumps Wahlerfolg als geostrategischen Sieg feierten. Das ist ein wichtiger Baustein in der Beweiskette gegen Moskau.

Außerdem wollen die US-Geheimdienste die „Akteure“ identifiziert haben, über die russische Hacker die erbeuteten E-Mails der Demokraten an WikiLeaks weitergegeben haben. Das berichten die „Washington Post“ und CNN, die sich auf einen Geheimbericht berufen, den US-Präsident Barack Obama am Donnerstag erhalten hat. Demnach sind sich die Geheimdienste sehr sicher, dass Russland hinter den Hackerangriffen steckt.

Es gebe mehrere Indizien, die dafür sprächen. Darunter falle auch die Information, dass russische Regierungsmitglieder den Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl als einen geopolitischen Erfolg für Moskau gefeiert hätten. Das soll aus abgefangener Kommunikation zwischen hohen russischen Beamten hervorgehen. Ebenso soll Russland mit deutlich mehr Aufwand versucht haben, an Daten der Demokraten zu kommen. Allerdings soll es in dem Bericht nicht den einen eindeutigen Beweis geben, der den Vorwurf belegt, dass Russland Trump zum Wahlsieg verhelfen wollte.

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Clapper und NSA-Chef Mike Rogers wurden im Geheimdienstausschuss des Senats zweieinhalb Stunden lang zur Sache gehört. „Die Öffentlichkeit soll so viel wie möglich über diese Bedrohung wissen“, sagte er. Die Geheimdienste könnten aber nicht alle Informationen preisgeben.

Die US-Regierung von Barack Obama ist sich unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse aus dem Oktober sicher, dass Russland hinter der Enthüllung von E-Mails aus den Computern der Demokratischen Partei steckt. Die Enthüllungen hätten die US-Wahl zu Gunsten des Republikaners Donald Trump beeinflusst. Unter anderem war bekanntgeworden, dass bei der parteiinternen Kandidatensuche der Demokraten Hillary Clinton gegenüber ihrem Kontrahenten Bernie Sanders ungerechtfertigte Vorteile eingeräumt wurden.

Kommentare (1)

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Herr horst langner

06.01.2017, 09:36 Uhr

Die Erfinder von Geheimdienste, Spione und Hacker sind aufgebracht wie ein Hühnerhaufen, sie können sich nicht vor den Russen schützen. Silicon Valley hat versagt, was für eine Schande obwohl sie sich ja immer hin stellen als Cyberkönige. Nun ist die Wahl nicht so gelaufen, wie mache erhofft hätten, jetzt ist Putin schuld. Am Syrienkrieg, an Waffenlieferungen, eigentlich alles was nicht so richtig nach dem Geschmack der Amis läuft ist Putin schuld, was für ein armseliges Land.

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