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19.05.2014

07:23 Uhr

Mali

Tote bei Tuareg-Überfall

Bei Kämpfen im Norden Malis haben Tuareg-Rebellen haben im Norden Malis acht Soldaten getötet, mehrere Regierungsgebäude gestürmt und 30 Geiseln genommen. Aber auch die Angreifer haben Opfer zu beklagen.

Tuareg-Kämpfer sind in Kidal im Norden Malis weiter stark vertreten. Reuters

Tuareg-Kämpfer sind in Kidal im Norden Malis weiter stark vertreten.

BamakoBlutige Kämpfe im Norden Malis: Wie ein Regierungssprecher mittlerweile bestätigte, haben Tuareg-Rebellen acht Soldaten getötet, mehrere Regierungsgebäude gestürmt und 30 Geiseln genommen. Die Armee sei entschlossen, wieder die Kontrolle über das Büro des Gouverneurs von Kidal zu übernehmen, wo die Geiseln genommen worden seien, hieß es weiter. Es blieb offen, wo sie festgehalten werden.

Die Regierung erklärte weiter, 28 Angreifer seien getötet und 62 weitere verletzt worden. Auf Seiten der Armee wurden neben den acht toten Soldaten 25 Verletzte angegeben. Der Angriff ereignete sich, während Ministerpräsident Moussa Mara die Region besuchte.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden zudem sechs Mitarbeiter der Bezirksregierung sowie zwei Zivilisten getötet. Die näheren Umstände ihres Todes wurden nicht genannt. „Dieses barbarische Verbrechen ist absolut inakzeptabel, und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte der Leiter der UN-Mission, Albert Koenders.

Tuareg-Rebellen hatten 2012 die Kontrolle über große Teile Nordmalis übernommen, waren dann aber von Al-Kaida-Kämpfern verdrängt worden. Eine französische Militärintervention schlug die Islamisten zurück. Tuareg-Kämpfer sind aber in Kidal weiter stark vertreten.

Von

ap

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