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08.04.2013

08:16 Uhr

Malis Kampf gegen den Terror

Die Furcht vor einem Bürgerkrieg

Französische und afrikanische Truppen haben Rebellen und islamistische Terroristen in Mali zurückgeschlagen. Auch die Bundeswehr ist unterstützend aktiv. Die Lage stabilisiert sich, aber der Kampf ist noch nicht vorbei.

Eine „Trans All”-Maschine der Bundeswehr steht Flughafen von Mopti. dpa

Eine „Trans All”-Maschine der Bundeswehr steht Flughafen von Mopti.

BamakoAls sich die Heckklappe der Bundeswehr-Transall öffnet, schlägt den beiden französischen Soldaten im Inneren der Frachtmaschine heiße, staubige Luft entgegen. Auf dem Rollfeld, über dem die Hitze steht, werden sie schon von ihren Kameraden erwartet. Ein Kontingent der französischen Streitkräfte sichert den kleinen Flughafen der zentralmalischen Stadt Mopti.

Die Präsenz der Soldaten aus Frankreich ebenso wie der Militärs aus mehreren afrikanischen Staaten und aus Deutschland verweist auf die fragile Stabilität Malis - obwohl vielerorts Frieden eingekehrt ist. „Die Lage ist ruhig hier, wir haben keine Probleme“, betont einer der französischen Soldaten.

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Vor gut drei Monaten sah das noch ganz anders aus. Die Front islamistischer Kämpfer, die zusammen mit Tuareg-Rebellen militärische Erfolge gegen schlecht ausgebildete und ausgerüstete malische Regierungstruppen verzeichneten, war bis auf etwa 50 Kilometer an Mopti herangerückt. Flüchtlinge aus dem Norden strömten in die Stadt, Gerüchte über Gräueltaten der Aufständischen machten unter den rund 100 000 Einwohnern die Runde.

Was in Mali auf dem Spiel steht

Wieso schreitet die alte Kolonialmacht Frankreich erst jetzt ein?

Frankreich hat in den vergangenen Monaten wiederholt die USA und die UN zum Eingreifen im Norden Malis bewegen wollen, allerdings mit wenig Erfolg. Bei allen Handlungen muss Paris auch immer das Schicksal der französischen Geiseln in der Hand von Islamisten in Afrika berücksichtigen. Es geht auch um Wirtschaftsinteressen. Der Vormarsch der Islamisten auf die strategisch wichtige Stadt Mopti zwang Paris zum Handeln. Seit langem sieht Frankreich seinen Einfluss in der Sahelzone, drei Flugstunden südlich von Europa, in Gefahr. Der Terror dort könnte auf Frankreich selbst übergreifen, weil viele der Gotteskrieger französisch sprechen und Verwandte im Land haben.

Aus welchen Kräften setzt sich die Dreier-Allianz der islamistischen Rebellen im Norden Malis zusammen?

Die Kämpfer der Terrororganisation Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQM) gelten als Anführer. Sie sollen durch Drogenschmuggel und Lösegelder für entführte Ausländer über Dutzende Millionen Dollar verfügen. Geheimdiensten zufolge haben die Islamisten insgesamt 6000 ausgebildete Kämpfer in Nordmali, darunter Dschihadisten aus Ägypten, dem Sudan und anderen Staaten. In den Reihen der Islamisten kämpfen auch Männer des nordmalischen Volks der Tuareg. Sie nennen sich Ansar Dine. An ihrer Seite steht die „Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika“ (MUJAO), die ebenfalls die Scharia durchzusetzen will.

Wieso droht ausgerechnet Mali zum „zweiten Afghanistan“ werden?

Mali galt lange als einer der wenigen demokratischen Musterstaaten Afrikas. Nach einem Militärputsch in der im Süden gelegenen Hauptstadt Bamako im März 2012 eroberten Tuareg-Kämpfer gemeinsam mit Islamistengruppen den Norden Malis. In Timbuktu, wo Moscheen, Mausoleen und Friedhöfe zum Weltkulturerbe gehören, ließen die Islamisten mehrere historische Heiligtümer zerstören. Experten fürchten, dass der riesige Norden Malis ohne staatliche Kontrolle ebenso wie Afghanistan unter den Taliban zu einer Brutstätte für islamistische Terrornetzwerke wird. Auch in Afghanistan wurde die Weltöffentlichkeit erst durch die Zerstörung von Kulturgütern auf den Konflikt aufmerksam.

Afrika-Kenner schreiben, der Konflikt in Mali sei eine späte Rache des ermordeten libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi. Wie hängt das zusammen?

Der libysche Diktator hatte kampferprobte Tuareg-Männer aus dem benachbarten Nordmali für seine Streitkräfte rekrutiert. Nach Gaddafis Sturz kehrten viele mit modernen Waffen in die Heimat zurück. Dort verschafften sie den Aufständischen die entscheidende Schlagkraft im Kampf gegen die Zentralregierung im Süden.

Hat die internationale Staatengemeinschaft zu lange die Entwicklungen in Mali ignoriert?

Die dramatische Entwicklung ist eine Katastrophe mit Ankündigung. Über Monate warnten Frankreich, die USA und auch die Vereinten Nationen wechselseitig vor den Gotteskriegern aus Nordmali. Doch aus Sicht der Interimsregierung passierte viel zu wenig. Alarmiert von den jüngsten Vorstößen der Islamisten rief der Weltsicherheitsrat am Freitag dazu auf, die afrikanisch geführte Unterstützungsmission Afisma müsse schneller in Gang gesetzt werden. Dabei war die Entsendung schon Wochen vorher beschlossen worden. Ein Hindernis war bislang, dass es in Mali Vorbehalte gegen den Einmarsch von Soldaten aus Nachbarstaaten gab. Zudem wurde befürchtet, dass der Konflikt sich auch auf andere Länder der Region ausweiten könnte.

Kann es sein, dass deutsche Soldaten bald Seite an Seite mit den Franzosen in Mali kämpfen werden?

Deutschland schließt einen Kampfeinsatz der Bundeswehr in dem westafrikanischen Krisenstaat derzeit aus. Die Europäische Union plant seit längerem, etwa 200 Militärberater zu entsenden. Sie sollen malische Soldaten auf den Kampf gegen Rebellen vorbereiten. Auch Bundeswehrsoldaten dürften bei der Ausbildung mit dabei sein. Bisher war geplant, die Ausbilder innerhalb der ersten drei Monate dieses Jahres nach Mali zu schicken. Nach den jüngsten Entwicklungen hat die EU angekündigt, die Militärausbilder schneller zu entsenden. Quelle: dpa

Das nordwestafrikanische Mali, das lange als Musterland für Stabilität und Demokratie galt, stürzte 2012 von einer Krise in die nächste. Nach einem Militärputsch im März 2012 nutzen rebellierende Stämme und Al Kaida-Gruppen das Chaos und übernahmen die Macht im Norden des Landes. Als die straff organisierten Islamisten wichtige Städte wie Timbuktu einnahmen und immer weiter Richtung Süden und damit der Hauptstadt Bamako vorrückten, griffen die frühere Kolonialmacht Frankreich und die westafrikanische Gemeinschaft Ecowas militärisch ein.

Kommentare (1)

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Freidenker

08.04.2013, 09:17 Uhr

Warum schauen Journalisten nur ins Ausland?! Warum nicht nach Europa?! Denn auch in Europa wird es in absehbarer Zeit Bürgerkrieg geben!!

Die Waffenkonzerne wollen schliesslich auch Wachstum, um nicht zu sagen Profit!! Und die zunehmende Verelendung der Massen in Europa, auch in der BRD, wird dieses hervorrufen! Zumal die CIA für das Jahr 2020 Bürgerkrieg vorher sagt. Ich frage mich wieso die CIA dies tut? Wo sie doch immer und überall auf der Welt Bürgerkriege, Kriege entfacht hatte!! Und auch beim Untergang der DDR mitspielte!

Man kann die Medien nicht mehr wirklich aushalten. Die nur andauernd mit dem Finger auf andere zeigen. Das eigene Elend, die Zunahme der Armut im eigenen Land aber bestens verschleiern!

Europa geht unter und endet im Bürgerkrieg. Da Merkels Sparwahn absolut dazu beiträgt!! Und in der BRD wird die DDR wieder für die Masse errichtet werden. Nur noch schlimmer!! Einen totalitären Staat wie der Faschsimus dies einst inne hatte. Und das tut Merkel, hatte Schröder im Auftrage des Kapitals einst getan, da der Kapitalismus mit seinem perversen Geldsystem das Wachstum so nicht mehr halten kann. Wir bekommen Zustände wie in den USA, wo schon längst keine Demokratie und Freiheit mehr herrscht!!! Und fast alle Deutschen schauen wieder zu...was sind die Deutschen nur für gewaltige Egoisten!!

Und falss der Autor des Artikels nicht weiß, worüber ich schreibe, lese er hier!

http://blog.sektionacht.at/2013/04/die-volkswirtschaft-ist-eine-non-profit-organisation/#_ftnref2

DIE DEUTSCHEN SCHAFFEN DEN UNTERGANG EUROPAS!!!!!!!!!!
Zum Kotzen das ganze!!!!!

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