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13.10.2014

13:45 Uhr

Mangelnder Reformeifer

Eurogruppenchef kritisiert Bundesregierung

Kritik aus Brüssel: Der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, wirft der Bundesregierung vor, sich „selbstzufrieden“ auf den eigenen Reformen auszuruhen. Deutschland müsse „wachsam“ bleiben, „um wettbewerbsfähig zu sein“.

Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem: „Strukturreformen sind nicht etwas, was man alle zehn oder zwanzig Jahre macht.“ AFP

Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem: „Strukturreformen sind nicht etwas, was man alle zehn oder zwanzig Jahre macht.“

BrüsselEurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hat Deutschland mangelnden Reformeifer vorgeworfen. Deutschland dürfe sich nicht auf seinen Reformen ausruhen. „Strukturreformen sind nicht etwas, was man alle zehn oder zwanzig Jahre macht“, sagte Dijsselbloem, Vorsitzender der Eurogruppe und niederländischer Finanzminister, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). „Deutschland muss wachsam sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Man kann nicht selbstzufrieden auf Reformen schauen, die Jahre zurückliegen“, sagte er der FAZ zufolge.

Der Eurogruppenchef spiele mit seiner Kritik darauf an, dass die Hartz-IV-Arbeitsmarktreform in Deutschland - Grundstein der soliden Entwicklung am Arbeitsmarkt auch in der Finanzkrise - ein Jahrzehnt zurückliege, schreibt die Zeitung.

Dijsselbloem lobte beispielsweise die einstigen Krisenländer Spanien, Portugal oder Irland, die in den vergangenen Jahren große Reformen durchgesetzt hätten und alle zu Wachstum zurückgekehrt seien. Einige große Länder hätten aber nicht reformiert. „Offensichtliche Beispiele sind Frankreich und Italien, aber auch Deutschland muss darüber nachdenken, wie es seine Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhält“, sagte er der FAZ.

Von

dpa

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