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14.02.2014

23:12 Uhr

Manipulierte Referenzzinssätze

EU-Einigung könnte sich um Monate verzögern

Eigentlich sollte das Europaparlament nächste Woche über eine Regulierung manipulierter Referenzzinssätze abstimmen. Eine Einigung rückt nun in die Ferne: Mehrere Abgeordnete wollen zunächst eine Studie in Auftrag geben.

Verzögerung im Europaparlament? Laut der Ausschussvorsitzenden Sharon Bowles könnte sich die Abstimmung zur Regulierung manipulierter Referenzzinssätze um einige Monate hinausschieben. dpa

Verzögerung im Europaparlament? Laut der Ausschussvorsitzenden Sharon Bowles könnte sich die Abstimmung zur Regulierung manipulierter Referenzzinssätze um einige Monate hinausschieben.

LondonNach dem Bankenskandal um manipulierte Referenzzinssätze könnte sich die von der Europäischen Union geplante Regulierung in diesem Bereich um einige Monate verzögern. Der Ausschuss für wirtschaftliche Angelegenheiten im Europaparlament sollte eigentlich am Montag über einen entsprechenden Entwurf abstimmen. Nun erklärte Ausschussvorsitzende Sharon Bowles jedoch am Freitag, mehrere Abgeordnete wollten zunächst eine Studie in Auftrag geben lassen. Darin sollten Kosten und Nutzen der geplanten Regulierung unter die Lupe genommen werden.

"Es ist zu 90 Prozent sicher, dass die Abstimmung am Montag verschoben wird", erklärte eine Sprecherin von Bowles. Die Ausarbeitung einer Studie dauert in der Regel mehrere Monate, womit sich die Abstimmung bis in den Herbst verzögern dürfte. Das Europaparlament kommt im April das letzte Mal vor der Sommerpause zusammen, Ende Mai finden Europawahlen statt. Die legislative Arbeit dürfte danach ruhen, bis die neue EU-Kommission steht.

Die EU-Kommission hatte im Dezember gegen sechs internationale Großbanken wegen Absprachen bei der Festsetzung von Referenz-Zinssätzen Rekordgeldbußen von zusammen 1,71 Milliarden Euro verhängt. Die mit Abstand größte Strafe brummte Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia der Deutschen Bank mit 725 Millionen Euro auf.

Von

rtr

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