Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.07.2013

17:01 Uhr

Maria Aljochina

Inhaftiertes Pussy-Riot-Mitglied aus Straflager verlegt

Maria Aljochina wurde für ihren Protestauftritt mit ihrer Band Pussy Riot in ein Straflager im Ural gesteckt. Doch das scheint ihren Willen nicht gebrochen zu haben – sie leistet Widerstand. Der wird nun bestraft.

Maria Aljochina legt sich im Straflager auch gerne mal mit der Verwaltung an. ap

Maria Aljochina legt sich im Straflager auch gerne mal mit der Verwaltung an.

MoskauEine inhaftierte Musikerin der russischen Punkband Pussy Riot soll aus ihrem Straflager verlegt werden. Maria Aljochinas Anwältin Oksana Darowa sagte am Freitag, ihre Mandantin habe aus verlässlicher Quelle erfahren, dass sie aus dem Straflager Beresniki im Ural zur Verbüßung des Rests ihrer Strafe verlegt werden solle - womöglich in die Region von Nischny Nowgorod. Mit dem Schritt wolle die Anstaltsleitung eine unbequeme Gefangene loswerden. „Sie ist nicht still, sie spricht, wenn sie die Rechte der Insassen verletzt sieht, und die Verwaltung ist ihrer überdrüssig“, sagte die Anwältin.

Ein Sprecher der regionalen Gefängnisverwaltung bestätigte, dass Aljochina verlegt werde. Als Grund nannte er jedoch eine Anhörung vor einem Gericht in Perm am 24. Juli. Sie werde dorthin verlegt, um an der Anhörung teilzunehmen. Probleme in Beresniki habe es nicht gegeben. Der Sprecher ließ aber offen, ob die 25-jährige Musikerin und Aktivistin in das Straflager zurück gebracht werde.

Sergej Magnitski: Toter russischer Whistleblower von Gericht verurteilt

Sergej Magnitski

Toter russischer Whistleblower von Gericht verurteilt

Er deckte Geheimabsprachen zwischen Kriminellen und korrupten Beamten auf, wurde verhaftet und misshandelt. Vor vier Jahren starb Sergej Magnitski im Gefängnis. Nun wurde er posthum wegen Steuerbetrugs verurteilt.

Aljochina war zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern der Frauenpunkband Pussy Riot wegen eines Auftritts in einer Moskauer Kathedrale verurteilt worden. Sie wollten damit vor der Rückkehr Wladimir Putins ins Präsidentenamt vergangenes Jahr gegen die enge Verbindung von Kirche und Staat protestieren. Im Mai wurde ihre Freilassung auf Kaution abgelehnt. Aus Protest gegen die Weigerung des Gerichts, sie zu einer Anhörung zuzulassen, sowie gegen die schlechte Behandlung anderer Mitgefangener war Aljochina im Mai elf Tage lang im Hungerstreik.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

12.07.2013, 17:16 Uhr

Hübsches Mädchen, und so fotogen!

In den USA gibt es über 1 Mio Strafgefangene, sicherlich alle furchtbarer Verbrechen schuldig - von Guantanomo gar nicht zu reden, wo man sogar ohne Verhandlung schuldig sein kann. Aber natürlich beschäftigen wir uns bevorzugt mit den russischen Strafgefangenen. Die bösen bösen Russen! Und dieser Putin, wirklich ein schlimmer Finger:
http://www.marktorakel.com/index.php?id=5993750200224302529

Bloß gut, daß wir in Deutschland von unserer "freien westlichen" Systempresse so gut und objektiv informiert werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×