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21.11.2011

19:59 Uhr

Mariano Rajoy

Wahlsieger stimmt Spanier auf harte Zeiten ein

Spaniens designierter Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sein Volk auf harte Zeiten eingestimmt. Konkrete Schritte aus der Krise nannte er noch nicht. Doch genau darauf warten die Finanzmärkte.

Auf Mariano Rajoy kommen schwere Zeiten zu. dapd

Auf Mariano Rajoy kommen schwere Zeiten zu.

MadridDer designierte spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat nach dem Wahlsieg der Konservativen seine Landsleute auf eine lange Durststrecke eingestimmt. Der 56-Jährige legte sich am Montag aber noch nicht auf konkrete Schritte gegen die Schuldenkrise fest. Das südeuropäische Land geriet erneut unter Druck der Finanzmärkte.

Rajoys Partei erreichte bei der Parlamentswahl am Sonntag mit 45 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. Die bislang regierenden Sozialisten fuhren dagegen ihr schlechtestes Ergebnis seit Wiedereinführung der Demokratie nach dem Ende der Franco-Diktatur 1975 ein. Spaniens sozialistisches Kabinett ist die fünfte Regierung der Eurozone, die in diesem Jahr im Zuge der Schuldenkrise weichen musste. Zuvor hatte es bereits in Griechenland, Italien, Portugal und Irland Regierungswechsel gegeben.

Trotz der langen Übergangszeit bis zum Amtsantritt um den 20. Dezember wird Rajoy wegen der drängenden wirtschaftlichen Probleme und der mit 21 Prozent höchsten Arbeitslosigkeit in der EU kaum Zeit bleiben, seinen Wahlsieg zu genießen. Die unruhigen Finanzmärkte warten auf Hinweise, welche Einschnitte der künftige Regierungschef plant, um Spanien aus der Schuldenkrise herauszuführen. Der Chef der Volkspartei hat bislang nur allgemein angekündigt, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen und den Arbeitsmarkt zu reformieren.

Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker sagte, es sei nun an der neuen Regierung, eine glaubhafte Konsolidierung zu verfolgen. Der Wahlsieg der Konservativen sei an den Märkten bereits seit Wochen eingepreist gewesen.

„Ich bitte Euch alle, mir weiterhin zu helfen. Schwere Zeiten stehen uns bevor“, sagte Rajoy am Sonntagabend vor jubelnden Anhängern in der Parteizentrale in Madrid. Im Kampf gegen die Schuldenkrise dürfe niemand Wunder erwarten. Als Ministerpräsident wolle er aber alles daran setzen, Spanien wieder zu mehr Ansehen in Europa zu verhelfen. „Spaniens Stimme muss wieder respektiert werden in Brüssel und Frankfurt“, sagte Rajoy. „Wir werden aufhören, Teil des Problems zu sein, und werden Teil der Lösung sein.“ Der Wahlsieger kündigte an, mit allen Regionen des Landes nun rasch darüber zu beraten, wie die Wirtschaftskrise am besten bekämpft werden kann.

Kommentare (2)

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Contra

21.11.2011, 22:21 Uhr


Rajoy wird für das spanische Volk auch nichts ändern .

Spanien ist vom Regen in die Traufe gekommen .

Das Volk hat den nächsten Blutsauger gewählt u. so geht es
immer weiter bis zum Krieg .

Das System EU u. Euro ist der Untergang .

Der Austritt , die Rettung für das Volk !

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Rene

22.11.2011, 00:54 Uhr

Ich möchte Sie korrigieren. Austritte werden nicht genügen, wenn der Inhalt dieses Filmes stimmen sollte.

http://www.youtube.com/watch?v=Dh1q2ZiiVMw

Noch heben wir Zeit.

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