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24.12.2011

13:43 Uhr

Marinekommandant

Iran beginnt Manöver im Persischen Golf

Anhaltende Spekulationen über einen israelischen Militärschlag haben Iran zu einem großen Manöver im Persischen Golf veranlasst. Es wird bis zur Straße von Hormus reichen, die wichtig für internationale Öltransporte ist.

Der iranische Marinekommandant Admiral Habibollah Sayari in Teheran. AFP

Der iranische Marinekommandant Admiral Habibollah Sayari in Teheran.

TeheranDer Iran hat großangelegte Manöver im Persischen Golf begonnen. Diese würden in den kommenden zehn Tagen in einem 2000 Quadratkilometer großen Gebiet in der Region vom Golf von Oman bis östlich der Straße von Hormus abgehalten, sagte Marinekommandant Admiral Habibollah Sajari am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.

Die iranischen Streitkräfte haben zuletzt häufiger Manöver abgehalten. Der Grund sind anhaltende Spekulationen über einen möglichen israelischen Militärschlag. Israel betrachtet den Iran als die derzeit größte Bedrohung seiner Existenz. Der Westen verdächtigt die Führung in Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Atomforschung auch Nuklearwaffen zu entwickeln.

Die iranische Regierung hat in den vergangen Wochen Berichte zurückgewiesen, sie plane im Rahmen des Militärmanövers die Schließung der für internationale Öltransporte lebenswichtigen Straße von Hormus. Das ist ein strategisch wichtiger Wasserweg zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran.

Sollte es jedoch zum Krieg kommen, sei alles möglich, sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast am Mittwoch. Durch das etwa 50 Kilometer breite und über 200 Kilometer lange Nadelöhr zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman transportieren Tanker einen beträchtlichen Teil des weltweit benötigten Rohöls.

Von

dpa

Kommentare (14)

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24.12.2011, 14:36 Uhr

Das Spiel mit dem Feuer.... Warum darf der friedliche Iran keine Atomwaffen haben? Er ist von solchen Atom-Mächten umgeben!

Tommy_Koenig

24.12.2011, 15:54 Uhr

Der Meinung bin ich auch.
Wir und der Rest der Welt haben kein Recht auf Kritik am eventuellen Atomprogramm der Iraner.
Denn was mit Nahost-Staaten passiert, die sich nicht ausreichend verteidigen können sieht man am Irak und Afghanistan.
Und anscheinend ist nur die Atombombe abschreckend genug, für amerikanische Hegemonialansprüche.

Tommy_Koenig

24.12.2011, 15:54 Uhr

Der Meinung bin ich auch.
Wir und der Rest der Welt haben kein Recht auf Kritik am eventuellen Atomprogramm der Iraner.
Denn was mit Nahost-Staaten passiert, die sich nicht ausreichend verteidigen können sieht man am Irak und Afghanistan.
Und anscheinend ist nur die Atombombe abschreckend genug, für amerikanische Hegemonialansprüche.

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