Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2017

10:01 Uhr

Marokko

Schulen des türkischen Predigers Gülen geschlossen

Die Türkei macht Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. In Marokko werden nun die Schulen des Prediers geschlossen. Die „Ideologie dieser Gruppe“ wäre nicht mit dem Erziehungssystem vereinbar.

Der Prediger findet durch seine Schulen weltweit gehör – allerdings nicht mehr in Marokko. dpa

Fethullah Gülen

Der Prediger findet durch seine Schulen weltweit gehör – allerdings nicht mehr in Marokko.

RabatMarokko schließt alle Schulen des türkischen Predigers Fethullah Gülen. Ermittlungen hätten ergeben, dass die Gülen-Einrichtungen aus dem Schulwesen ein „fruchtbares Feld für die Verbreitung der Ideologie dieser Gruppe“ gemacht hätten, erklärte das marokkanische Innenministerium am späten Donnerstagabend. Diese sei unvereinbar mit Marokkos Erziehungs- und Glaubenssystem.

Die Türkei macht den in den USA lebenden Prediger Gülen für den Putschversuch im vergangenen Juli verantwortlich und fordert dessen Auslieferung. Gülen weist den Vorwurf zurück. Seine Bewegung betreibt weltweit Schulen.

Türkei : Ausnahmezustand bis April verlängert

Türkei

Ausnahmezustand bis April verlängert

Knapp sechs Monate ist der Putschversuch in der Türkei her, fast so lange herrscht Ausnahmezustand. Nach dem jüngsten Anschlag geht der Notstand nun erneut in die Verlängerung - nach einer emotionalen Parlamentsdebatte.

Betroffen von der Schließung in Marokko sind sieben Schulen mit rund 2500 Schülern. Das Innenministerium in Rabat erklärte weiter, die Verantwortlichen der Einrichtungen hätten Mahnungen ignoriert, den gesetzlichen Erfordernissen und Bildungsplänen nachzukommen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×