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16.02.2013

11:11 Uhr

Marshall-Inseln fordern

Klimawandel soll als Sicherheitsgefahr eingestuft werden

Der Klimawandel ist eine Gefahr für die internationale Sicherheit, sagt der Minister der Marshall-Inseln, Tony deBrum. Das soll auch die Uno anerkennen. Russland und China wehren sich gegen den Vorstoß.

Szenario der globalen Erwärmung zwischen den Jahren 1900 und 3000. dpa

Szenario der globalen Erwärmung zwischen den Jahren 1900 und 3000.

New YorkDie Marshall-Inseln und andere Inselstaaten haben an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen appelliert, den Klimawandel als Gefahr für die internationale Sicherheit anzuerkennen. Dieser Vorschlag stoße aber bei Russland, China und einer Gruppe vor allem von Schwellenländern auf Widerstand, erklärte am Freitag Tony deBrum, ein Minister der Marshall-Inseln. Ihr Argument sei, dass der Sicherheitsrat der falsche Platz sei, um über den Klimawandel zu sprechen.

Nach einer Sitzung des Sicherheitsrats in New York zu den „Sicherheitsdimensionen des Klimawandels“ sagte deBrum, er hoffe, noch mehr Staaten davon überzeugen zu können, dass das „eine Sicherheitsfrage und nicht nur ein ökonomisch-politisch-soziales Thema ist“. Es sei schon „ironisch, vielleicht bizarr“, dass er 35 Jahre nachdem er vor dem Sicherheitsrat für die Unabhängigkeit der Marshall-Inseln geworben habe, nun wieder vor dem Gremium stehe, um für das Überleben des Landes zu kämpfen. Der Klimawandel habe schon erste Spuren hinterlassen. Brunnen hätten sich mit Salzwasser gefüllt, eine kleine Insel in einer Lagune stehe unter Wasser.

Der stellvertretende deutsche Uno-Botschafter Miguel Berger verwies darauf, dass sich der Sicherheitsrat im Juli 2011 auf Initiative Deutschlands schon einmal mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt habe. In einer Erklärung habe sich das Gremium besorgt gezeigt, dass der Klimawandel Auswirkungen auf den internationalen Frieden und die Sicherheit haben könnte.

Deutschland sei froh, dass sich der Sicherheitsrat wieder mit dem Thema beschäftige, sagte Berger. Alle Uno-Gremien müssten ihre Bemühungen intensivieren, um etwas gegen den Klimawandel zu tun. Dieser forme die Welt von Morgen in einer Art und Weise, die gar nicht überschätzt werden könne.

Von

ap

Kommentare (4)

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WDW

16.02.2013, 15:14 Uhr

Die harte Wahrheit lautet:

Es interessiert keinen Menschen, ob die Marshall-Inseln absaufen, oder nicht. Viel wichtiger ist es, überall ungehindert und möglichst billig hinjetten zu können. Viel wichtiger ist es, auf deutschen Autobahnen Stoff zu geben, auch wenn die Motoren dann locker mal das Doppelte brauchen. Viel wichtiger ist es, dass die Politiker, allen voran die GRÜNEN, dicke Autos mit über 200, teilweise über 300 PS fahren.

Kopfstaendler

16.02.2013, 16:39 Uhr

@ hafnersp

Stimmt! Wenn man bedenkt, dass alle Börsen - so auch die C02-Börse in privatem Besitz ist, kann man sich vorstellen, was da bei den angeblich CO2-Geschädigten ankommen wird.

Es ist lächerlich, noch irgendeiner Börse ihre Wohltaten zu glauben. Alle sind als Aktiengesellschaften organisiert. Sie sind WOHLTÖTER, das ist alles. Und ihre abhängig Beschäftigten (Pachauri) bestätigen dann in der Indian Times, dass sie nur dem Staat, der sie bezahlt, dienen und wunschgemäß dessen Befehlen gehorchen.

Ist das die vielgerühmte Unabhängigkeit der Forscher? - Dabei hat Pachauri keine Ahnung vom Klima, er ist lediglich Eisenbahn-Ingenieur und hat dann wohl ein bisschen Volkswirtschaft nachgelegt. Sehr ärgerlich, wenn solche Pseudo-Wissenschaftler die Völker ausplündern helfen im Sinne der Politiker, die sich immer mehr bereichern, zusammen mit den Finanzeliten

.

Account gelöscht!

17.02.2013, 11:36 Uhr

Immer wieder erstaunlich, wie oft die Leugner des menschenverursachten zusätzlichen Klimawandels glauben, dass Verunglimpfung und hämische Rede gegenüber Personen irgendetwas an der Atmosphärenphysik ändern könnten!

Pachauri hat übrigens 2 Abschlüsse - "hat dann wohl ein bisschen Volkswirtschaft nachgelegt" und mit einem Doktorgrad "Industrial Engineering and Economics" abgeschlossen und hat als Professor gelehrt.

Um es mit Ihren eigenen Worten zu sagen: "Sehr ärgerlich" wenn ignorante Leugner die Realität verzerren und andere ohne Grundlagen als "Pseudo-Wissenschaftler" verunglimpfen.

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