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25.01.2005

13:13 Uhr

Martyrium stets im Gedächtnis der Franzosen

Chirac weiht Holocaust-Museum ein

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac mahnte bei der Einweihung des „Mémorial de la Shoah“ zur Wachsamkeit gegenüber dem Antisemitismus. Das Pariser Holocaust-Museum ist das größte in ganz Europa.

HB PARIS. Der französische Präsident Jacques Chirac hat bei der Eröffnung des größten Holocaust-Museums in Europa zur Wachsamkeit und Entschlossenheit gegenüber dem Antisemitismus aufgerufen. „Der Antisemitismus hat in Frankreich nichts zu suchen, denn er ist keine Meinung, sondern eine tödliche Perversion“, sagte Chirac am Dienstag in Paris. Die französische Regierung werde alles tun, um diese Form von Hass in all ihren Schattierungen zu stoppen und mit der ganzen Strenge des Gesetzes auch gegen diejenigen vorgehen, die den Holocaust leugneten. Frankreich werde „sich immer an das jüdische Martyrium erinnern und nie vergessen, was es nicht zu verhindern gewusst hat“.

Chirac weihte das für 23 Millionen Euro in mehr als drei Jahren renovierte und ausgebaute „Mémorial de la Shoah“ im Marais-Viertel im Herzen von Paris ein. Das um 4000 Quadratmeter erweiterte Museum beherbergt mehr als eine Million Archivdokumente, mehr als 3500 Filme und Videos sowie etwa 1500 Fotografien und 259 Biografien von Holocaust-Überlebenden. 76 000 Namen von in Vernichtungslagern umgekommenen Juden aus Frankreich stehen auf einer Marmormauer, die für die Wiedereröffnung des Holocaust-Museums errichtet wurde.

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