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02.12.2014

14:39 Uhr

Massaker der Al-Shabaab-Miliz

Islamisten bringen 36 „Ungläubige“ in Kenia um

Mitglieder der islamistischen Al-Shabaab-Milizen haben in Kenia 36 Steinbruch-Arbeiter getötet. Einige der Opfer sollen geköpft worden sein. Als Konsequenz traten Polizeichef und Innenminister des Landes zurück.

Nach dem Mord an 28 Nicht-Islamisten vor wenigen Wochen durch die Terror-Miliz Al-Shabaab hat es in Kenia Proteste gegeben. Jetzt haben die Islamisten offenbar erneut gemordet. dpa

Nach dem Mord an 28 Nicht-Islamisten vor wenigen Wochen durch die Terror-Miliz Al-Shabaab hat es in Kenia Proteste gegeben. Jetzt haben die Islamisten offenbar erneut gemordet.

NairobiBei einem neuen Anschlag mutmaßlicher Islamisten in Kenia sind nach Medienberichten mindestens 36 Menschen getötet worden.

Bewaffnete Milizionäre hätten sich an die Zelte mit den schlafenden Arbeitern herangeschlichen, sagte der Dorfälteste Hassan Duba aus dem nahegelegenen Korome am Dienstag. „Die Miliz sonderte die Muslime aus, dann befahl sie den Nicht-Muslimen, sich auf den Boden zu legen. Dort wurden sie dann aus nächster Nähe mit Kopfschüssen getötet“.

Nach Aussage eines anderen Zeugen wurden mindestens zwei der Opfer enthauptet. Die Behörden sprachen von etwa 20 Angreifern.

Die Opposition warf Kenias Präsidenten Uhuru Kenyatta vor, seit dem Anschlag von Al-Schabaab auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi mit 67 Toten im vergangenen Jahr nicht energisch genug gegen die Islamisten aus dem Nachbarland vorgegangen zu sein.

Seit kenianische Truppen das somalische Militär im Kampf gegen die Al-Schabaab-Miliz unterstützen, schwappt die Gewalt verstärkt über die Grenze herüber. Dies trifft auch die für Kenia wichtige Tourismusindustrie immer stärker.

In einer Erklärung bekannte sich Al-Schabaab zu dem Überfall. Die Organisation werde ihre Glaubensgrundsätze kompromisslos verteidigen und gnadenlos gegen alle Ungläubigen vorgehen, sagte ihr Sprecher Ali Mohamud Rage. Auch werde alles unternommen, "um unsere muslmischen Brüder zu verteidigen, die unter der Aggression Kenias leiden", sagte er unter Anspielung auf die kenianische Hilfe für die somalischen Truppen.

Seit dem Angriff auf die Westgate-Mall hat Kenia eine ganze Reihe von Bombenanschlägen und Überfällen an der Küste, in der Hauptstadt Nairobi und entlang der durchlässigen Grenze zu Somalia erlitten. Kenias Armee unterstützt die somalische Regierung beim Kampf gegen die Al-Shabaab. Die Islamisten fordern den Abzug der kenianischen Truppen und verüben deshalb immer wieder Anschläge im Nachbarland.

Nach dem Mordanschlag sind der Polizeichef David Kimaiyo und der Innenminister Joseph Ole Lenko von ihren Ämtern zurückgetreten. Dies teile Präsident Uhuru Kenyatta am Dienstag mit. Gleichzeitig rief Kenyatta die muslimische Bevölkerung auf, das ostafrikanische Land im Kampf gegen den Terror zu unterstützen. „Dies ist nicht die Zeit, um sich vom Feind einschüchtern zu lassen“, sagte Kenyatta. „Es herrscht Krieg und wir müssen diesen Krieg gewinnen.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

02.12.2014, 20:03 Uhr

Habe ich wieder die Kritik unserer Islamunterstützer wie Hr. Gauck, Hr. Wulff und Fr. Käßmann nicht mitbekommen?? Wo bleibt die Verachtung des Islams (Tötet Anderysgläubige)?????

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