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14.04.2015

07:58 Uhr

Massaker im Irak

Blackwater-Söldner zu langen Haftstrafen verurteilt

Die US-Sicherheitsfirma Blackwater war im Irak mit dem Schutz von Botschaftern beauftragt. Ein Massaker in Bagdad kostete die Firma ihre Aufträge. Vier Ex-Angestellte wandern nun lange hinter Gitter.

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WashingtonSieben Jahre nach einem Blutbad in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind vier ehemalige Mitarbeiter der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Wie ein US-Bundesgericht in Washington am Montag bekanntgab, muss einer der vier Angeklagten wegen Mordes lebenslang ins Gefängnis, die übrigen drei Angeklagten wurden wegen Totschlags zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Bei dem Vorfall waren mindestens 14 Zivilisten getötet worden.

Die Geschworenen des Gerichts hatten die vier Angeklagten bereits im Oktober schuldig gesprochen. Nicholas Slatten wurde des Mordes für schuldig befunden, seine früheren Kollegen Paul Slough, Evan Liberty und Dustin Heard des Totschlags. Bei ihnen verhängte Richter Royce Lamberth zusätzlich zu den 30 Jahren Haft für weitere Anklagepunkte jeweils einen weiteren Tag Gefängnis. Die Anklage hatte zwischen 47 und 57 Jahren Haft gefordert.

In dem zweimonatigen Prozess hatte die Staatsanwaltschaft dargelegt, wie die Blackwater-Mitarbeiter am 16. September 2007 auf dem belebten Nisur-Platz in Bagdad mit Sturmgewehren, Maschinengewehren und Granatwerfern willkürlich in die Menge feuerten. Sie hatten einen Diplomatenkonvoi beschützen sollen. Einer US-Untersuchung zufolge wurden binnen einer knappen Viertelstunde 14 Zivilisten getötet, irakische Ermittler sprechen von 17 Todesopfern. Weitere 18 Menschen wurden verletzt.

Während des Prozesses plädierten die früheren Söldner auf nicht schuldig und machten Selbstverteidigung geltend. Sie hätten den Fahrer eines herannahenden Autos damals für einen Selbstmordattentäter gehalten. Für ihre Darstellung, andere hätten zuerst das Feuer eröffnet, gab es keine Beweise.

Kommentare (2)

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Herr peter Spirat

14.04.2015, 09:55 Uhr

Immerhin mal interessant davon zu lesen, wer in der Ukraine immer gegen die Seperatisten schießt. Vermutlich wohl auch, wer das malayische Flugzeugf abgeschossen hat.

Oder warum ist es in Deutschland verboten, dass der Inhalt der Black-Box veröffentlicht wird?

Herr Thomas Ungläubig

14.04.2015, 11:07 Uhr

Eine Mörderbande, deren Dienste sich Leute wie Dick Cheney bedienen, zynisch nennen sie sich »Académi«. Sie haben zwar den Job im Irak verloren. Aber ansonsten morden sie im Auftrag der »Einzigen Weltmacht« weltweit weiter. Als treuer Vasall muss man dazu die Schnauze halten, sonst wird's ungemütlich.

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