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14.07.2012

02:41 Uhr

Massaker in Syrien

Regierung lässt UN-Beobachter nicht ins Dorf

Nach dem Massaker in einem syrischen Dorf wollen sich die UN-Beobachter ein Bild machen. Doch die Assad-Regierung ignoriert diese Forderungen. Unterdessen spitzt sich die humanitäre Lage zu.

Syrische Familien versammeln sich um die Leichen der Gewaltopfer von Tremseh (Amateurvideostandbild). dapd

Syrische Familien versammeln sich um die Leichen der Gewaltopfer von Tremseh (Amateurvideostandbild).

Damaskus/Istanbul/Washington/New YorkEin fürchterliches Blutbad in einem syrischen Dorf hat weltweit Entsetzen ausgelöst und die Diskussion über ein internationales Eingreifen angeheizt. Bis zu 250 Menschen sollen in Tremseh nahe der Stadt Hama getötet worden sein.

Der Angriff auf dieses Dorf könnte das bislang schlimmste Massaker seit Beginn des Aufstandes vor 16 Monaten sein, wenn sich Angaben der Opposition bestätigen. Einige Oppositionsgruppen erklärten, in dem Dorf seien am Donnerstag bis zu 250 Menschen getötet worden. In anderen Berichten war von rund 160 Toten die Rede.

Die Angriffe auf Tremseh dauerten viele Stunden. Aktivisten sagten, die meisten Einwohner des nun zerstörten Dorfes hätten mit der Opposition sympathisiert. Nach Darstellung des Militärs in Damaskus erfolgte der Einsatz in dem Dorf „auf Anforderung der Bewohner“. Im staatlichen Fernsehen hieß es, die meisten Toten seien Terroristen gewesen.

Über 200 Tote

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Über 200 Tote: Massaker an Zivilisten in Syrien

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Zu dem Angriff auf das Dorf bei Hama sagte der Leiter der UN-Beobachtermission, General Robert Mood: „Wir können bestätigen, dass es gestern in dem Gebiet von Tremseh länger andauernde Gefechte gab.“ Dabei seien unter anderem Militärhubschrauber und Geschütze eingesetzt worden. Sein Team sei bereit, vor Ort zur Aufklärung der Vorfälle in Tremseh beizutragen, „sobald es eine glaubwürdige Waffenruhe gibt“.

Am Abend erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus UN-Kreisen, das Regime habe die Forderung nach Zugang zum Schauplatz „total ignoriert“.

Unterdessen spitzte sich die humanitäre Lage in Syrien weiter zu. Die Vereinten Nationen wollten im Juli 850.000 Menschen in Syrien mit Nahrungsmitteln versorgen. Im April waren 200.000 Menschen auf Lebensmittel der Uno angewiesen. Für die Hilfslieferungen innerhalb Syriens benötigen die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben 189 Millionen Dollar (155 Millionen Euro).

Weitere 193 Millionen Dollar seien für die Versorgung der syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländern nötig. Momentan sei jedoch lediglich die Finanzierung von 20 Prozent der geplanten Hilfen sichergestellt, sagte der geschäftsführende Direktor des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten, John Ging, am Freitag. Bei einem Treffen am kommenden Montag in Genf hoffe er auf Hilfszusagen weiterer Staaten.

Kommentare (5)

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memento

14.07.2012, 04:48 Uhr

wen interessiert in einem angezettelten Bürgerkrieg eigentlich überhaupt noch so etwas wie eine "humanitäre Lage"?

Hier hier geht es längst um die Anzettelung eines WW III.

Weil ihnen längst die Ideen ausgegangen sind den Welt-Frieden zu wahren.
Und darauf wird bereits an den Börsen spekuliert.

Vae nobis!

Der von Söldnern realisierte Angriff auf Syriengilt an allen Börsen inzwischen als eingepreist.

Vae Nobis!

Das wird die Menschheit nicht nur gefährden, es wird sie auslöschen und Richard Nixon recht geben: Well: nuke them out.

Exakt als das dürfte ein "innocent" eingeleiteter WW III gelten.

Und alle haben keine anderen Ideen mehr als die Menscheit in ein neues Unglück zu stürzen: Empören wir uns!
Wehren wir uns!

Setzen wir uns gegen die weltweite Kriegspropaganda endlich zur Wehr!

Account gelöscht!

14.07.2012, 07:02 Uhr

Diese Kriegshetzerei ist einfach abscheulich!

Während Kofi-Anan mit der Regierung eine friedliche Lösung anstrebt, lehnen die fundamentalistischen Rebellen jedes Verhandlungsangebot ab und haben bis jetzt jeden Waffenstillstand gebrochen.

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst.

Was von den "Berichten" der Rebellen zu halten ist, sieht man hier:
http://www.youtube.com/watch?v=zXX7ZSbz6S0


Ben

14.07.2012, 07:28 Uhr

Solange die Masse der Menschen nicht ENDLICH aufwacht ändert sich nichts...
Sie lassen sich wie dumme Schafe manipulieren und gehirnwaschen...
Und die Medienhuren helfen eifrig mit....
Auch das HANDELSBLATT !!! Armselig !!!

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