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07.05.2014

01:58 Uhr

Massenentführungen

Terroristen verschleppen weitere Mädchen in Nigeria

Drei Wochen nach dem Verschwinden von mehr als 300 Schülerinnen in Nigeria hat sich die Terrororganisation Boko Haram zu deren Entführung bekannt. Nun stellt sich heraus, dass erneut Mädchen verschleppt wurden.

Druck auf die nigerianische Regierung: Demonstrantinnen protestieren nicht nur gegen die Geisteshaltung der Entführer, sondern sie kritisieren auch unzureichende Maßnahmen, um die entführten Mädchen zu retten. ap

Druck auf die nigerianische Regierung: Demonstrantinnen protestieren nicht nur gegen die Geisteshaltung der Entführer, sondern sie kritisieren auch unzureichende Maßnahmen, um die entführten Mädchen zu retten.

Lagos/WashingtonErneut ist in Nigeria eine Gruppe von Mädchen entführt worden. Die Polizei bestätigte am Dienstag, dass elf Mädchen zwischen zwölf und 15 Jahren im Staat Borno im Nordosten des Landes verschleppt worden seien.

Entsprechende Berichte hatten bereits zuvor kursiert, waren von den Behörden jedoch zunächst dementiert worden. Mit Gewehren bewaffnete Männer hatten demnach die Mädchen in den Dörfern Warabe und Wala am Montagabend gezwungen, ihnen in einen Wald zu folgen.

Ebenfalls am Montag hatte sich die nigerianische Terrororganisation Boko Haram zur Entführung von mehreren hundert Schulmädchen vor drei Wochen bekannt. In einem Video drohte Boko-Haram-Führer Abubakar Shekau damit, die Schülerinnen zu versklaven.

Nach Angaben der nigerianischen Polizei wurden Mitte April mehr als 300 Mädchen aus einer Schule entführt. 53 konnten entkommen, 276 werden noch vermisst. Mindestens zwei von ihnen sind mittlerweile an Schlangenbissen gestorben, wie eine Person erklärte, die mit den Entführern in Kontakt steht.

Die Massenentführung und die Tatsache, dass das Militär die Schülerinnen bisher nicht retten konnte, haben im ganzen Land für Empörung gesorgt. Präsident Goodluck Jonathan beharrt darauf, dass Regierung und Streitkräfte alles in ihrer Macht Stehende täten, um die Mädchen und jungen Frauen zu retten. Experten warnen, die wachsende Stärke und Verbreitung von Boko Haram bedrohe nicht nur die Stabilität Nigerias, sondern auch die der Nachbarländer.

US-Präsident Barack Obama hat zu einer "internationalen Mobilisierung" gegen Boko Haram aufgerufen. Diese sei "eine der schlimmsten regionalen oder lokalen Terrororganisationen"", sagte Obama in einem Interview mit dem US-Sender ABC am Dienstag. Dieses Verbrechen sei "abscheulich.

Obama bestätigte, dass die USA die Suche nach den verschwundenen Mädchen mit Experten unterstützen. "Wir haben bereits ein Team nach Nigeria geschickt", sagte der Präsident. Dieses bestehe aus Spezialisten von "Militär, Polizei und anderen Behörden". Ziel des Einsatzes sei es herauszufinden, "wo diese Mädchen sein könnten, und ihnen Hilfe zu bringen".

Boko Haram will im Nordosten Nigerias einen Staat nach islamischem Recht durchsetzen und lehnt Schulen ab. Allein in diesem Jahr sollen bereits mehr als 1500 Menschen der Gewalt der Aufständischen zum Opfer gefallen sein. Dennoch hat die Organisation in Nigeria Zulauf.

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Kommentare (4)

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07.05.2014, 09:55 Uhr

Was kostet eine Sklavin?
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In Nigeria gibt es sie für $12. Sie sind jung und gelehrig. Sie werden auch zwangsverheirate. Dafür sorgt Boko Haram.
Und was unternimmt die Regierung dagegen? NICHTS!
Aber sie ließ dafür Kritikerinnen verhaften. Kritik ist verboten und schadet der Regierung.

Einem Bericht der nigerianischen Tageszeitung „The Punch“ zufolge soll auch die Leiterin der Schule, aus der die Mädchen am 14. April verschleppt worden waren, am Sonntag verhaftet worden sein. Hajiya Asabe Kwabura hatte in den zurückliegenden drei Wochen immer wieder die offenbar falschen Zahlen der Geiseln, mit der die Armee operiert, nach oben korrigiert und die Regierung damit bloßgestellt.

Ist sie jetzt "Staatsfeindin Nr. 1"?

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07.05.2014, 10:29 Uhr

Und wiedewr schweigt Deutschland! Wieder Hr. Gauck, der "Christ" an der Spitze. Wieder will man nichts gegen dem Islam unternehmen! Dafür will unsere Bundespräsident, will er der Leiter werden?, mehr Unterstützung. Die Islamgläubige sollen mehr Erfolg haben. Reichen die entfpührten Mädchen dem Islam und Hr. Gauck nicht? Brauchen Sie noch mehr Mädchen? Protestieren wir wenigstens, wenn auch in Deutschland Mädchen von Islamgläubige entführt werden und erhalten diese Leute dann auch noch die Unterstützung durch unsere Politiker?? Hr. Wulff war hier der Vorreiter.

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07.05.2014, 11:02 Uhr

Man muss verstehen, dass die Gründung der islamischen Religion mit einer militärischen Eroberung einherging, bei der selbstverständlich auch Frauen erbeutet und dann geheiratet werden (z.B. Safiya oder Juwayria). Zur Verteidigung sei gesagt, dass das im 7. Jahrhundert wohl nicht so unüblich war - aber wenn streng gläubige islamische Fundamentalisten dieses 7-Jh-Verhalten 1:1 in die Gegenwart übertragen, ist klar, dass Terroristen herauskommen.

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