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18.12.2012

11:07 Uhr

Massenmord-Vorwurf

Weltstrafgericht spricht kongolesischen Milizchef frei

Der Internationale Strafgerichtshof hat in seinem zweiten Urteil den früheren kongolesischen Rebellenführer Mathieu Ngudjolo Chui freigesprochen. Die Beweise reichten demnach nicht aus für die schwerwiegenden Vorwürfe.

Mathieu Ngudjolo Chui hat früher eine Miliz im Kongo befehligt. AFP

Mathieu Ngudjolo Chui hat früher eine Miliz im Kongo befehligt.

Den HaagDer Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den ehemaligen kongolesischen Rebellenführer Mathieu Ngudjolo Chui freigesprochen. Die Anklage habe die Schuld des 42-Jährigen für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kongo nicht zweifelsfrei beweisen können. Es ist das zweite Urteil des Weltstrafgerichtes seit seiner Gründung vor zehn Jahren.

Von

dpa

Kommentare (1)

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tom

18.12.2012, 12:28 Uhr

Es ist schon so, im Zweifel für den Angeklagten, auch wenn's bitter ist.
Gerichte sind nicht für Rache da. Leider ist es ist es oft schwierig,
eine direkt Verantwortung nachzuweisen. Das ist ja nicht nur im Fall
Ngudjolo so, sondern auch bei vielen anderen z. B. Nkunda etc. Ein
Aufarbeitung der Geschichte und der Verbrechen der Vergangenheit ist
wichtig, viel wichtiger aber wäre, dass jetzt für eine Stabilisierung
der Region und für Frieden gesorgt wird. Dazu kann ein Prozess nur
mittelbar beitragen. Alle an den Verhandlungstisch und nicht eher
aufhören, bis das gelungen ist! Ansonsten geht es immer so weiter, mit
Aufrechnungen, Rache, Ausbeutung und Krieg. Was sich von 1999 bis 2003
ereignet hat, fand auch vorher schon statt und auch nachher. Hört
endlich auf damit, s. z. B. http://www.hrw.org/drc oder http://www.unhcr.org/pages/49e45c366.html oder http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/wenn-nichts-passiert-werden-wir-seltene-arten-verlieren-73722.html

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