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14.08.2011

11:39 Uhr

Massenproteste

Soziale Unruhen in Israel weiten sich aus

Die Proteste in Israel reißen nicht ab: Am Wochenende demonstrierten erneut 70.000 Menschen gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Ihre Kundgebungen verlagerten sie erstmals auch in kleinere Städte.

Am Wochenende protestierten erneut 70.000 Israelis gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Quelle: dapd

Am Wochenende protestierten erneut 70.000 Israelis gegen die hohen Lebenshaltungskosten.

Tel AvivDas vierte Wochenende in Folge haben am Samstag Zehntausende Israelis gegen hohe Mieten und Lebenshaltungskosten demonstriert. Die Organisatoren der Sozialproteste hatten dieses Mal zu Kundgebungen in kleineren Städten im Norden und Süden des Landes aufgerufen. Insgesamt beteiligten sich nach Angaben der Polizei landesweit über 70.000 Menschen an den Demonstrationen. „Das ist ein viel größerer Erfolg, als wir erwartet hätten“, zitierte die Zeitung „Haaretz“ einen der Organisatoren, Roi Neuman: „Wir sind froh, dass ganz Israel und nicht nur Tel Aviv seine Stimme erhoben hat“.

Nachdem sich vor einer Woche 250.000 Menschen in Tel Aviv am größten Sozialprotest in der Geschichte Israels beteiligt hatten, gingen dieses Mal Menschen in 15 kleineren Städten auf die Straße. Die größte Kundgebung mit etwa 25.000 Teilnehmern wurde aus Haifa gemeldet. In der Hafenstadt nördlich von Tel Aviv skandierten die Menschen „Wir wollen soziale Gerechtigkeit“ und „Die Regierung ist Schuld an dieser Krise“. Aber auch in Beerscheba, Aschkelon, Dimona, Eilat und anderen Städten hätten sich Tausende beteiligt, berichtete das Nachrichtenportal Ynet.

Im Mittelpunkt der Kritik stand erneut der konservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. „Leider hat der Ministerpräsident der Öffentlichkeit bisher keine Lösungen präsentiert. Ich habe keine Ahnung, warum Bankmanager 100.000 Schekel (20.000 Euro) und mehr verdienen müssen. Ich werde diesen Kampf bis zum Ende durchhalten“, zitierte Ynet einen der Demonstranten in Haifa.

Kommentare (2)

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Pendler

14.08.2011, 12:37 Uhr

Hmm keiner da, der den Lebensstandard dort und das Militär subventionieren will??

Wird Zeit, dass man mal wieder Altlasten aus dem Keller holt und damit finanzstarke Länder solange Schuld einredet, bis der Gedldhahn der Wiedergutmachung odentlich aufgedreht wird.

Katzelmacher

14.08.2011, 13:59 Uhr

Auch Israel hat die Arabische Revolution eingeholt. Auch dieses Land hat seine ungeliebten Politiker. Wenn man ihnen wegen sexueller Belästigung den Prozess macht, sollten auch den restlichen den Prozess wegen Unfähigkeit im Friedensprozess mit den Palästinensern und wegen Korruption und Verrat am eigenen Volk machen. Israel wird noch heiße Tage und Nächte erleben.

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