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27.12.2013

14:01 Uhr

Massenproteste

Thailands Armee denkt an Putsch

Bislang hat die thailändische Armee ein Eingreifen ausgeschlossen. Sollten sich die Konfliktparteien nicht annähern, erwägt der Armee-Chef eine Intervention. Es wäre nicht der erste Militärputsch in Thailand.

Regierungskritische Demonstranten werden von Polizisten verhaftet. Die Lage in Thailand spitzt sich weiter zu. ap

Regierungskritische Demonstranten werden von Polizisten verhaftet. Die Lage in Thailand spitzt sich weiter zu.

BangkokDie politische Krise in Thailand verschärft sich weiter. Die Militärführung schloss am Freitag eine Intervention nicht mehr aus, sollten sich die Konfliktparteien nicht annähern. Auf die Frage, ob es zu einem Putsch kommen könnte, sagte der einflussreiche Armee-Chef Prayuth Chan-Ocha auf einer Pressekonferenz: „Die Tür ist weder offen noch geschlossen. Alles kann passieren. Es kommt auf die Situation an.“ Das Militär werde versuchen, auf eine friedliche Art und Weise das Richtige zu tun. Daher würden Verhandlungen gefordert.

Zuvor hatte die Armeeführung ein Eingreifen in den seit Wochen schwelenden Konflikt stets ausgeschlossen und lediglich eine Vermittlung angeboten. In den vergangenen 81 Jahren hat das Militär in Thailand 18-mal geputscht.

Die Äußerungen des Armee-Chefs bedeuten einen weiteren Rückschlag für Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, die bislang Forderungen nach ihrem Rücktritt getrotzt hat. Sie hat stattdessen vorgezogene Parlamentswahlen für den 2. Februar angekündigt, aus denen voraussichtlich ihre Partei Puea Thai als stärkste Kraft hervorgehen würde. Die Opposition lehnt Neuwahlen ab. Sie wirft der Regierungschefin vor, sie werde von ihrem vor einer Haftstrafe ins Ausland geflohenen Bruder und ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin gesteuert. Dieser spaltet das südostasiatische Land: Ihm halten Gegner Korruption, Verschwendung von Steuergeldern und Klientelpolitik vor.

Seit Oktober kommt es immer wieder zu Protesten gegen Yingluck und Zusammenstößen zwischen Regierungsanhängern und -gegnern. Zwar gehen inzwischen deutlich weniger Demonstranten auf die Straßen als noch vor wenigen Wochen, als bis zu 200.000 Menschen protestiert hatten. Dennoch kommt das Land nicht zur Ruhe. Am Donnerstag wurden bei erneuten Krawallen ein Polizist getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt.

Vize-Ministerpräsident Surapong Tovichakchaikul kündigte unterdessen an, die Regierung werde die Armee um Unterstützung bei den Wahlen bitten. Soldaten sollten Kandidaten bei deren Registrierung am Samstag schützen. Ferner würden weitere Maßnahmen zur Sicherstellung eines reibungslosen Wahlverlaufs zusammen mit den Generälen diskutiert.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Demokratie

27.12.2013, 12:40 Uhr

Kritik an der Regierung ist sicher anbgebracht. Die protertierend Faschisten sind keine annehmbare Alternative. Sie Anführer sind übrigens als Mörder angeklagt, als ein Aufstand gegen ihre Regierung mit 91 Erschossenen endete. Sie gehören wohl eher ins Gefängsnis als in eine Regeirung

Account gelöscht!

27.12.2013, 14:22 Uhr

WARUM DENKT UNSERE ARMEE NICHT AN PUTSCH

Eine Diktatur haben wir defakto doch ohnehin schon.
Also ich würde eine Militärherrschaft national oder zumindest patriotisch gesinnter Militärs der derzeitigen Dikakstur eines ideologisch angeglichenen Parteienkartell aus anti-weiß und antideutsch- rassistischen (As)sozialisten und skrupellosen Wirtschaftsliberalen in jedem Fall vorziehen und das deutsche Volk sicher auch.

Die schlimmsten Feinde des deutschen Volkes und der europäischen Migrantenbevölkerung - deren Freiheit und deren Wohl finden sich im deutschen Bundestag versammelt.

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