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21.07.2013

13:19 Uhr

Mathilde

Schweres Erbe für die neue Königin

Charmant, offen, warmherzig: So wird die neue belgische Königin Mathilde beschrieben. Schon jetzt ist die 40-jährige Frau an der Seite von Philippe im Volk sehr beliebt. Doch sie tritt kein leichtes Erbe an.

Als „wundervoll, frisch und stilvoll“ adelte das Magazin „Vanity Fair“ die neue Königin. dpa

Als „wundervoll, frisch und stilvoll“ adelte das Magazin „Vanity Fair“ die neue Königin.

BrüsselSie ist studierte Psychologin und wird nun neue Königin der Belgier. Durch ihre Ausbildung ist Mathilde wahrscheinlich mit schwierigen Fällen im menschlichen Miteinander vertraut. Doch ab Sonntagmittag, wenn ihr Mann Philippe König und damit Staatsoberhaupt von Belgien wird, geht es um das harmonische Miteinander in einem ganzen Land, das immer wieder durch die Grabenkämpfe zwischen Flamen und Frankophonen Schlagzeilen macht. Mathilde steht an der Seite Philippes eine schwierige Rolle bevor.

Sicher steht das belgische Königshaus längst nicht so im Scheinwerferlicht wie die britischen Royals. Auf Verfolgungsjagden durch Paparazzi wie einst Prinzessin Diana muss sich die schlanke Frau, die gerade 40 Jahre alt geworden ist, wohl kaum einstellen.

Und doch tritt Mathilde am Sonntag kein leichtes Erbe an, nachdem ihr Schwiegervater König Albert II. am Sonntag abgedankt und zusammen mit Königin Paola Platz gemacht hat für das neue Königspaar Philippe und Mathilde. Denn Philippe gilt als nicht so beliebt und geschätzt wie Albert, bei öffentlichen Auftritten schien man ihm häufig Unbehagen anzusehen.

Der neue Monarch geht nicht so auf die Menschen zu wie der Vater. Auch ein verbaler Ausrutscher gegen Unabhängigkeitsbestrebungen im nördlichen Landesteil Flandern brachte den Prinzen - allerdings ist das rund zehn Jahre her - negativ in die Schlagzeilen.

Mathilde könnte daher die Aufgabe zukommen, das Gegengewicht zu bilden und Sympathien für die Monarchie zu sammeln. Ein „außergewöhnliches Gefühl für Public Relations“ bescheinigt ihr der Kenner des Königshauses Frédéric Deborsu. Als „wundervoll, frisch und stilvoll“ adelte sie das Magazin „Vanity Fair“.

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