Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.06.2017

15:11 Uhr

Maybot, Mayhem, Mayday

Theresa Mays kreative Spitznamen

Die britische Premierministerin Theresa May polarisiert. Ihre steife und reservierte Art kommt nicht bei jedem an. Mays persönliche Katastrophe bei der Parlamentswahl gibt Spielraum für allerlei kreative Spitznamen.

Die britische Premierministerin musste bei der Parlamentswahl eine Niederlage hinnehmen. AP

Theresa May

Die britische Premierministerin musste bei der Parlamentswahl eine Niederlage hinnehmen.

LondonAn der britischen Premierministerin Theresa May scheiden sich die Geister. Ihre steife Art und reservierte Persönlichkeit sowie die verlorene Regierungsmehrheit bei der Parlamentswahl dienten als Inspiration für allerlei Spitznamen. Einige Beispiele:

Maybot: Gezielt setzt May in ihren Reden mantrahaft Phrasen ein wie „Brexit bleibt Brexit“ oder „starke und stabile“ Regierung. Wegen der roboterhaften Wiederholungen bekam die Premierministerin den Spitznamen „Maybot“ verpasst, eine Ableitung aus May und Roboter.

Maybe: Die britische Zeitschrift „Economist“ attestierte der Konservativen in Sachen Brexit Wankelmut - mal sagt sie dies, mal das. Daher verballhornte das Magazin ihren Namen: „Theresa Maybe“ - „Theresa Vielleicht“.

Mayhem: Sie wollte eine starke Mehrheit, stürzte Großbritannien mit der Neuwahl aber ins politische Chaos. „The Independent“ verpasste der Premierministerin den Zunamen „Mayhem“ - Chaos. Denn kurz vor Beginn den Brexit-Verhandlungen ist der politischer Kurs des Landes plötzlich unklar.

Mayday: Mit der Wahl sind May und damit auch die Briten politisch gekentert. Ungeplant in Not geraten, könnte die Premierministerin den internationalen Notruf „Mayday, Mayday“ abgeben, wie es die schottische Zeitung „The Scotsman“ in einer Wahl-Sonderausgabe macht.

Marmite May: Entweder man liebt sie oder hasst sie - genau wie den kultigen, aber gewöhnungsbedürftigen, Brotaufstrich aus Hefe-Extrakt „Marmite“.

Dismay: Theresa May hat mit einem anderen Ergebnis gerechnet und dürfte entsetzt - auf Englisch dismayed - über das Endergebnis der Wahl sein. Die Boulevard-Zeitung „The Sun“ titelte eine ihrer Wahlausgaben mit „Theresa Dismay“.

Im Gegensatz zu May kam ihr Gegner, Labour-Chef Jeremy Corbyn, nach seiner erfolgreichen Kampagne gut davon. „Stormin Corbyn“ - der stürmische Corbyn - eroberte vor allem die Herzen der Wähler.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×