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14.06.2017

23:46 Uhr

Medienbericht

Briten bieten EU-Bürgern Recht auf Arbeit an

Was passiert nach dem Brexit mit EU-Bürgern, die in Großbritannien leben? Einem Zeitungsbericht zufolge kommt die britische Regierung in diesem Punkt auf die EU zu. Allerdings gibt es offenbar eine Gegenforderung.

Vor den Brexit-Verhandlungen diskutieren die Briten über strittige Details. Am Mittwoch standen offenbar die Rechte von EU-Bürgern im Fokus. dpa

EU-Fähnchen

Vor den Brexit-Verhandlungen diskutieren die Briten über strittige Details. Am Mittwoch standen offenbar die Rechte von EU-Bürgern im Fokus.

LondonGroßbritannien gibt einem Zeitungsbericht zufolge im Streit um die Rechte von EU-Bürgern nach dem Ausstieg des Königreichs aus der Staatengemeinschaft nach. Brexit-Minister David Davis werde der Europäischen Union (EU) gleich zum Auftakt der Verhandlungen in Brüssel anbieten, dass die bisherigen Privilegien der drei Millionen EU-Bürger in Großbritannien gewahrt würden, meldete die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsvertreter.

Die Regierung habe dies zwar nur jenen EU-Bürgern zugestehen wollen, die vor der Einleitung des formalen Austrittsverfahrens am 29. März auf der Insel gelebt haben. Sie werde sich aber wahrscheinlich der Forderung der EU beugen, die Frist auf den 2019 angepeilten Vollzug des Brexit zu verschieben.

Davis werde kommende Woche zum Start der Scheidungsgespräche versprechen, die EU-Bürger "so fair zu behandeln wie bisher", heißt es in dem Bericht. So solle ihnen Freizügigkeit und das Recht auf Arbeit garantiert werden.

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Im vergangenen Jahr haben sich so viele Briten wie noch nie für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden. Das dürfte vor allem am geplanten Brexit liegen. Spitze bei den Einbürgerungsanträgen sind aber andere.

Premierministerin Theresa May verlangt von der EU im Gegenzug weitreichende Rechte für Briten in Ländern der Gemeinschaft. Sorgen bereitet der EU laut FT noch die Frage, ob EU-Staatsbürger mit Wohnsitz in Großbritannien, den Europäischen Gerichtshof anrufen dürfen. Dies sei für die Londoner Regierung eine "rote Linie".

Eine Sprecherin des Brexit-Ministeriums sagte zu dem Bericht, die Regierung habe stets erklärt, dass es ihre erste Priorität in den Verhandlungen sei, die Frage des Status' von EU-Bürgern in Großbritannien und von Briten in anderen EU-Staaten zu lösen.

Von

rtr

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