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23.03.2013

11:10 Uhr

Medienbericht

CIA versorgt syrische Rebellen mit Informationen

Einen direkten militärischen Einsatz in Syrien lehnen die USA bislang ab. Doch indirekt greift Amerika scheinbar in den Konflikt ein – mit gezielten Informationen an die Rebellen zur Lage in dem Bürgerkriegsland.

CIA-Hauptquartier in McLean, Virginia. Reuters

CIA-Hauptquartier in McLean, Virginia.

WashingtonDer US-Auslandsgeheimdienst CIA versorgt Rebellen in Syrien einem Bericht zufolge mit Erkenntnissen zur Lage in dem Bürgerkriegsland. Ziel sei es, ausgewählte Gruppen der Aufständischen im Kampf gegen Staatschef Baschar al-Assad zu stärken, berichtete das „Wall Street Journal“ am Samstag unter Berufung auf amtierende und frühere US-Beamte. Die CIA arbeitet demnach vor allem mit säkularen Aufständischen zusammen, vor allem mit Kämpfern der Freien Syrischen Armee, die sich vornehmlich aus Deserteuren der regulären syrischen Streitkräfte zusammensetzt.

Die CIA ist dem Bericht zufolge unter anderem in der Türkei aktiv. Dort prüfe sie Rebellen, die von Golfstaaten mit Waffen versorgt würden. Es bestehe die Befürchtung, dass diese Waffen in die Hände islamistischer Rebellen gelangen könnten. Zudem arbeite die CIA mit Antiterror-Eliteeinheiten im Irak zusammen. Dadurch solle verhindert werden, dass Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida vom Irak über die Grenze nach Syrien gelangen. Kommandeure syrischer Oppositionstruppen sagten der Zeitung, die CIA bilde zusammen mit britischen, französischen und jordanischen Geheimdiensten Aufständische an verschiedenen Waffengattungen aus.

Die USA lehnen ein direktes militärisches Eingreifen in den syrischen Konflikt ab. Vor einer Woche hatte die „Los Angeles Times“ allerdings berichtet, die CIA bereite mögliche Drohnenangriffe auf radikale Islamisten in Syrien vor. Die USA äußerten sich außerdem positiv zu Überlegungen Frankreichs und Großbritanniens, syrischen Rebellen Waffen zu liefern. Dies lehnt unter anderem Deutschland strikt ab. In dem seit zwei Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen bislang über 70.000 Menschen.

Von

afp

Kommentare (10)

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Gaehhhn

23.03.2013, 12:58 Uhr

LOL - so langsam bekomme ich den Eindruck, dass das Regierungssystem in den USA, welches landläufig noch als Demokratie bezeichnet wird, so ineffektiv geworden ist, dass sich die amerikanische Aristokratie verstärkt um die Schaffung von mehr Kriegsschauplätze im Ausland bemüht.
Mit dem Irak lässt sich genauso wenig mehr ablenken, wie mit Afghanistan. Der Iran wird warmgehalten, genauso wie Nordkorea. Dumm nur, dass diese beiden Feindnationen niemals einen offenen Konflikt wagen würden - sie kommen also für amerikanische Zwecke nur bedingt in Betracht.
Aber hey - für was gib es diese ominöse AlQaida?
Eine Terrororganisation, weltweit agierend, unterstützt von salafistischen... Entschuldigung...wahabitischen... Saudischen Mächten und eben von den USA.
Aufgebaut, finanziell unterstützt und beschützt von amerikanischen Kreisen um weltweit Staaten zu destabilisieren und als offizielle Reaktion amerikanische Interessen durchzusetzten - wie zum Bsp. Demokratie und Menschenrecht. Worüber der deutsche Michel derzeit schon das Würgen bekommt, ist beim amerikanischen JohnDo noch ein Funktion Gutgläubigkeit erhalten geblieben - man ist ja schließlich Patriot; der zwar Foodstamps braucht damit seine Familie überlebt aber eh Hauptsache Hollywood und Wallstreet gehts prächtig.
Die ganze Welt will seit Jahrtausenden Wohlstand, Fressen, Saufen, Glück und Zufriedenheit - nur die Zombies von AlQaida wollen den Staat nach Mohammeds Willen.
Wie vermehren sich diese Pfeifen eigentlich seit 3 Jahrzehnten? Zum F... haben die doch gar keine Zeit und verboten ist es doch nach ihrer Lesart auch?
Ich fürchte mit AlQaida ist es wie mit der NPD - verseucht mit Spitzeln und agent provocateur von Vorzeige Rechtsstaaten.
Aber wie will man sonst das eigene Wahlvieh zukünftig davon abhalten die Schnauze zu halten und brav im Gleichschritt zu marschieren, obwohl es nichts mehr zu fressen gibt. Wir sollten hilfsweise die Nordkoreaner fragen, die marschieren schon lange so wundervoll in Staatsfarben.

Rechner

23.03.2013, 13:22 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Dadurch solle verhindert werden, dass Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida vom Irak über die Grenze nach Syrien gelangen.
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Es darf gelacht werden.

Wer führt denn die Bombenanschläge auf Zivilisten durch?

Nicht etwa "Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida"?

Al-Kaida IST schon längst da - die Grenze zum Irak ist das Haupteinfallstor für Al-Kaida und andere vom US-Verbündeteten Saudi-Arabien bewaffnete arabische Terrorgruppen.

Buerger67

23.03.2013, 14:05 Uhr

Zitat HB:"Die USA haben bislang keine Hinweise auf den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg gefunden. „Wir haben keinen Hinweis darauf, dass Chemiewaffen eingesetzt wurden“, sagte ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, am Donnerstag."

Zitat Welt-Online:"..Die Waffen sind Teil einer 3000 Tonnen umfassenden Lieferung, die aus Kroatien stammt. Sie wurde zwischen November und Februar über Jordanien und die Türkei nach Syrien geschmuggelt.

Das Geld dafür kam aus Saudi-Arabien, transportiert wurden die Rüstungsgüter von türkischen und jordanischen Flugzeugen, unter logistischer Mithilfe von Großbritannien. Die Lieferung war an nationale und säkulare Brigaden der Rebellen übergeben worden, die damit nie gekannte militärische Erfolge erzielten."

Zitat unter http://www.dersoldat.at/uploads/files/Milizarchiv/2013/der_soldat_2013_01_09.pdf :
"Türkei
Jene Werfergranate aus Syrien, die fünf Türken tötete,
stammt eindeutig aus NATO-Beständen. Es scheint so,
als hätte das NATO-Mitglied Türkei die syrischen Aufständischen mit Waffenlieferungen unterstützt. Allerdings müssten diese Lieferungen mit anderen NATO-Staaten abgestimmt sein."



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