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02.12.2012

23:01 Uhr

Medienbericht

EU will von Mitgliedsstaaten „Jugendgarantie“

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sollen künftig eine Beschäftigungsgarantie für ihre Jugend abgeben. Einen entsprechenden Plan will EU-Kommissar Andor in dieser Woche vorstellen, heißt es in einem Bericht.

Junge Demonstranten protestieren gegen die Spar- Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik der spanischen Regierung. dpa

Junge Demonstranten protestieren gegen die Spar- Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik der spanischen Regierung.

FrankfurtDie Europäische Union will ihre Mitgliedstaaten verpflichten, allen EU-Bürger unter 25 Jahren künftig innerhalb von vier Monaten irgendeine Form von Beschäftigung zu garantieren. Dazu sollen die Regierungen eine sogenannte Jugendgarantie abgeben, wie aus einem Regelungspaket hervorgeht, das der zuständige Sozialkommissar László Andor am Mittwoch in Brüssel vorstellen will, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vorab aus ihrer Montagsausgabe berichtete. Als Vorbild gelten vergleichbare Initiativen in Österreich, den Niederlanden und Norwegen.

Konkret sehe die Jugendgarantie vor, dass Jugendliche spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder aber zumindest einen Praktikumsplatz haben, schreibt die Zeitung. Wie die Staaten die Garantie umsetzen, solle ihnen weitgehend überlassen bleiben.

Die EU-Kommission setze vor allem auf die enge Zusammenarbeit der Sozialpartner und eine frühe Einbindung der Arbeitsämter. Entsprechende Programme der Staaten könnten mit Geld aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützen werden, heißt es laut "FAZ" in dem Entwurf.

Der Brüsseler Vorschlags ziele vor allem auf die von Jugendarbeitslosigkeit besonders betroffenen südeuropäischen Staaten. Nach Angaben der Kommission suchten in der EU demnach momentan insgesamt 5,5 Millionen junge Menschen einen Arbeitsplatz - mehr als ein Fünftel der Altersgruppe.

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7,5 Millionen Menschen unter 25 Jahren haben weder eine Stelle noch einen Ausbildungsplatz. Die Kosten dafür beziffere die Kommission auf jährlich mehr als 150 Milliarden Euro oder rund 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Mit mehr als 55 Prozent sei die Jugendarbeitslosenquote in Griechenland und Spanien besonders hoch.

Wie gerade die süd- und teilweise auch osteuropäischen Staaten die Jugendgarantie nur annähernd erfüllen sollen, gehe aus dem Vorschlag Andors allerdings nicht hervor, heißt es in dem Bericht. Sanktionen für Länder, die die Garantie nicht erfüllen, seien nicht vorgesehen. Ohnehin solle der Vorschlag zunächst nur in der rechtlich weniger bindenden Form einer Empfehlung vorliegen.

Von

afp

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

02.12.2012, 23:11 Uhr

Super Idee. Damit kann man dann die Altersklasse Ü50 gleich ganz ausmustern. Und Garantie für die Jugend: Da reicht doch bestimmt auch ein 1-Euro-Job.

Bei diesem immer unsinnigerem Regulierungswahn wird mir schlecht. Für einen Brüsseler Eurokraten kann man locker 4 ordentlich bezahlte Vollzeitstellen schaffen.

Ludwig500

03.12.2012, 01:21 Uhr

Prima Idee! Pilotprojekt: Unter 25 Jährige ersetzen die alten Knacker im EU-Parlament. Schlimmer kann es dadurch auch nicht werden.

Brasil

03.12.2012, 02:34 Uhr

[...]!
Uberigens ist man doch sehr erstaunt, dass der Deutsche keinerlei Informationen bekommt uebr Millionen Menschen die in Spanien, Frankreich, Italien und Portugal an den letzten zwei Wochenenden auf der Strasse waren zu Demonstrationen. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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