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19.12.2011

03:28 Uhr

Medienbericht

Großbritannien soll angeblich zum Euro-Rettungspaket beisteuern

Die Euro-Finanzminister wollen heute über die Schuldenkrise beraten. Laut Medienbericht wird man Großbritannien um einen erheblichen Beitrag zum neuen Euro-Rettungspaket des IWF bitten.

Der britische Premierminister David Cameron sagte bisher, sein Land wolle nicht direkt in den Rettungsfonds einzahlen. Reuters

Der britische Premierminister David Cameron sagte bisher, sein Land wolle nicht direkt in den Rettungsfonds einzahlen.

LondonDie Finanzminister der Eurozone wollen einem Zeitungsbericht zufolge Großbritannien bitten, einen erheblichen Beitrag zu einem neuen Euro-Rettungspaket des IWF zu leisten. Großbritannien solle gebeten werden, 30,9 Milliarden Euro beizusteuern, berichtete die britische Zeitung „Daily Telegraph“.

Auf dem EU-Gipfel am 8. und 9. Dezember hatten die Euro-Länder und andere EU-Mitgliedstaaten sich zum Ziel gesetzt, für die Krisenbekämpfung zusätzliche Mittel von bis zu 200 Milliarden Euro für den IWF bereitzustellen. Die Euro-Finanzminister wollen heute in einer Telefonkonferenz über den Kampf gegen die Schuldenkrise beraten.

Wenn Großbritannien der Bitte nachkäme, wäre das Land der zweitgrößte Geber des 200-Milliarden-Pakets nach Deutschland und würde gleichauf mit Frankreich liegen. Der britische Premierminister David Cameron hatte allerdings wiederholt gesagt, sein Land wolle nicht direkt in den Rettungsfonds einzahlen.

Cameron hatte es beim EU-Gipfel als einziger Regierungschef abgelehnt, die EU-Verträge für eine Rettung des Euro zu ändern. Nach der auf dem Gipfel getroffenen Vereinbarung sollen die Euroländer etwa drei Viertel der geplanten 200 Milliarden Euro tragen, der Rest soll aus anderen EU-Staaten kommen.

Der euroskeptische Flügel von Camerons konservativer Tory-Partei lehnt Zahlungen Großbritanniens für eine Rettung der Gemeinschaftswährung grundsätzlich ab. Ein Sprecher des Premiers sagte am Freitag, die britische Regierung habe beim EU-Gipfel sehr deutlich gesagt, dass sie „keinen Beitrag zu den 200 Milliarden Euro“ leisten werde.

Von

afp

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

19.12.2011, 06:50 Uhr

Fordern kann man viel. Zahlen wird GB nichts. Den Briten geht der Euro am A... vorbei.
Die sind selber pleite. Übernehmen wir eben die 30 Milliarden, darauf kommt's doch jetzt auch nicht mehr an.

bert

19.12.2011, 07:57 Uhr

Warum sollte der für eine tote Währung zahlen?

Fred_Kirchheimer

19.12.2011, 08:31 Uhr

Ach so, man greift einen Medienbericht auf, als ob das ein Garant für Qualität und Seriosität wäre. Es ist schon bedenklich, wenn man den Artiklen der Mitbewerber traut, wo man doch selbst wissen müsste, wie solche Meldungen entstehen und daß man es mit der wahheit nicht so genau nimmt, nur um ja eine brüllende Headline zu haben.
Das Berufen auf einen Medienbericht hat die gleiche Qualität, als wenn ein Gangster die Unbescholtenheit eines anderen Gangsters bestätigt.

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