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19.08.2012

14:10 Uhr

Medienbericht

Irak hilft Iran bei Umgehung von Sanktionen

Westliche Staaten haben den Iran mit immer neuen Wirtschaftssanktionen belegt. Doch offenbar bekommt Teheran Hilfe bei der Umgehung der Sanktionen aus dem Irak. Mittelsleute fädeln offenbar Finanz- und Ölgeschäfte ein.

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad. dapd

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad.

WashingtonDer von zahlreichen internationalen Sanktionen belegte Iran wird einem Zeitungsbericht zufolge vom benachbarten Irak bei der Umgehung wirtschaftlicher Strafmaßnahmen unterstützt. So werde etwa Öl in großem Stil über den Irak aus dem Land geschmuggelt, berichtete die US-Tageszeitung "The New York Times" am Sonntag. Zudem werde Zahlungsverkehr über Banken im Irak abgewickelt. Der irakische Regierungssprecher Ali al-Dabbagh sagte der Zeitung, sein Land wolle keine Regeln brechen, aber seine "guten Beziehungen" zum Iran aufrechterhalten.

In ihrem Bericht berief sich die "New York Times" unter anderem auf derzeitige und frühere Behördenvertreter aus den USA und dem Irak. Ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Geheimdienste sagte, der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki, der de facto die Zentralbank seines Landes kontrolliere, stehe "im Zentrum des Ganzen". Mindestens vier irakische Geschäftsbanken sollen demnach über Mittelsleute vom Iran aus kontrolliert werden. Die US-Regierung hatte im Juli entsprechende Geschäfte einer irakischen Bank angeprangert.

Israel, die USA und andere westliche Staaten beschuldigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an Atomwaffen zu arbeiten, und belegen das Land mit immer neuen Wirtschaftssanktionen. Teheran weist die Anschuldigungen zurück. Israel, das sich von dem Atomprogramm besonders bedroht sieht, zieht einen militärischen Angriff auf die iranischen Atomanlagen in Erwägung. Die USA wollen dies unterstützen, falls alle diplomatischen Bemühungen scheitern.


Von

afp

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