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12.06.2011

21:38 Uhr

Medienbericht

Irland will wieder aus dem Pensionstopf naschen

Der IWF und die EU müssen Irland seit einer Weile finanziell stützen. Nun meldet eine Zeitung, die irische Regierung wollen eine beträchtliche Summe aus seinem staatlichen Pensionsfonds nehmen - für ein neues Projekt.

Ein arbeitsloser Ire mit seiner Privat-Kampagne. Quelle: dapd

Ein arbeitsloser Ire mit seiner Privat-Kampagne.

DublinDie irische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge mit fünf Milliarden Euro aus dem staatlichen Pensionsfonds ein Programm zur Ankurbelung des Arbeitsmarktes finanzieren. Dafür brauche das von Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) gestützte Euro-Land aber noch die Zustimmung der beiden Geldgeber, berichtete die „Sunday Times“.

„Hoffentlich können wir uns mit dem IWF darauf einigen, das Geld für das Anreiz-Paket zu nutzen. Das wird in naher Zukunft geschehen“, zitierte das Blatt Regierungskreise.

Eine Regierungssprecherin bezeichnete den Bericht als Spekulation. Ihren Worten zufolge sucht die Regierung in Dublin derzeit nach Wegen, wie über Investitionen in Bau, Maschinenbau und Informationstechnologie mehr Stellen geschaffen werden können. Die Gespräche seien aber noch in einen frühen Stadium.

Aus dem staatlichen Pensionsfonds NPRF hatte sich Irland schon bedient, um den maroden Bankensektor zu retten.

Von

rtr

Kommentare (7)

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Revision

13.06.2011, 06:22 Uhr

die deutschen Politiker haben die Pensionskassen der deutschen Bevoelkerung mit vollen Haenden an alle europaeischen Laender verteilt.
Zumindest verteilen die irischen Politiker an die eigenen Landsleute.

Account gelöscht!

13.06.2011, 07:07 Uhr

@Revision da ist was drann! Da gibt es jetzt also reichlich Privatvermögen in Irland, schätzungsweise €115 Milliarden in bar und €400 Milliarden in Form von Immobilien.

Thomas-Melber-Stuttgart

13.06.2011, 09:26 Uhr

Deutschland ist da um keinen Deut besser. Die Schwankungsreserve der deutschen Rentenversicherung wurde auch von 3,0 auf 0,8 heruntergefahren; Einführung von Steuer- und SV-Pflicht auf Renten (Vertrauensschutz?). Und was die "Riester"-Sparer u.a. angeht: wenn der Staat Geld braucht sind auch diese Guthaben / Anwartschaften wohl nicht unbedingt sicher.

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