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07.03.2012

08:37 Uhr

Medienbericht

Mirow muss Chefposten bei Osteuropa-Bank räumen

Thomas Mirow ist einer der wenigen Deutschen an der Spitze einer internationalen Organisation. Doch dort soll er offenbar weg. Laut Medienbericht steht eine Personalrochade an. Ein Franzose soll Mirow ablösen.

Thomas Mirow, derzeitiger Chef der Osteuropa-Bank. Reuters

Thomas Mirow, derzeitiger Chef der Osteuropa-Bank.

BerlinDem deutschen Chef der Osteuropa-Bank (EBRD), Thomas Mirow, droht einem Zeitungsbericht zufolge der Verlust seines Postens. Die schwarz-gelbe Bundesregierung habe dem Sozialdemokraten ihre Unterstützung entzogen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ am Mittwoch unter Berufung auf EU-Kreise. Mirows Nachfolger werde vermutlich ein Franzose.

Die Personalrochade stehe womöglich in Zusammenhang damit, dass Frankreich inzwischen die Kandidatur des Luxemburger Notenbank-Chefs Yves Mersch für den frei werdenden Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) stütze. Im Gegenzug dafür fordert Frankreich offenbar für den EBRD-Posten ist Frankreich nach einem Reuters-Bericht offenbar bereit, die Kandidatur des Luxemburger Zentralbankchefs Yves Mersch für den frei werdenden Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank zu unterstützen. Frankreich hatte zunächst Spaniens Wunsch unterstützt, den Platz erneut zu besetzen.

Mirow war früher Wirtschaftsberater von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dann später Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Seit Mitte 2008 leitet er die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, wie die Osteuropa-Bank offiziell heißt. Er ist damit einer der wenigen Deutschen an der Spitze einer internationalen Organisation. Die Bank fördert schwerpunktmäßig den Übergang von früher planwirtschaftlich organisierten Staaten zu offenen Marktwirtschaften. Mit dieser Zielsetzung soll sie sich künftig auch in den nordafrikanischen Reformstaaten engagieren.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Mazi

07.03.2012, 22:35 Uhr

Das war überfällig. Kaum hatte er das schützende Ministerium verlassen, durfte er die Presse lesen. War ja nicht so schlimm. Aber der hat doch dann für ihn Neues an die Presse gegeben. Vermeintlich Neues, was wir schon alle lange wußten.

Hauptsache für die Pensionsansprüche hat es gereicht. Die Wulffs sind zwischenzeitlich einfach überall.

Wetten, dass die Politiker das Thema nicht anfassen und vernünftig regeln?

Rainer_J

08.03.2012, 00:08 Uhr

Deutschland zieht sich zurück. Das ist ein Beweis, dass D aus dem Euro austreten wird.

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