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17.05.2013

20:29 Uhr

Medienbericht

Netanjahu finanzierte Ferienhaus mit Steuergeldern

Israels Ministerpräsident soll sein Ferienhaus mit Steuergeldern unterhalten haben, berichten Medien. Für Netanjahu kommt die Nachricht zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Er will demnächst Steuererhöhungen durchsetzen.

Der israelische Regierungschef soll mit Steuergeldern den Unterhalt seines Ferienhauses finanziert haben. dpa

Der israelische Regierungschef soll mit Steuergeldern den Unterhalt seines Ferienhauses finanziert haben.

JerusalemDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat laut Medienberichten auf Kosten der Steuerzahler sein Ferienanwesen in Schuss halten lassen. Die laufenden Kosten für seine Villa am Meer samt Garten und Pool beliefen sich jährlich auf 318.000 Schekel (68.000 Euro), meldete die Zeitung „Haaretz“ am Freitag. Dabei werde das Haus von der Familie ausschließlich während der Ferien oder am Wochenende genutzt, ansonsten lebe der Regierungschef in seiner offiziellen Residenz in Jerusalem.

Die Enthüllung kommt für Netanjahu zu einem ungünstigen Zeitpunkt, schließlich will er im Juli einen Sparhaushalt mit Steuererhöhungen durchs Parlament bringen. Zudem ist es nicht das erste Mal, dass der konservative Ministerpräsident für derartige Schlagzeilen sorgt.

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Wie man sich bettet, so ruht man. Im Falle des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu heißt das: unruhige Nächte. Denn eine spezielle Schlafkabine für Auslandsreisen war so teuer, dass ein Aufschrei durchs Land geht.

Erst Mitte Mai berichteten Zeitungen, Netanjahu habe sich für fast 100.000 Euro ein Doppelbett in das Flugzeug einbauen lassen, das ihn zur Beisetzung der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher nach London brachte. Überdies stiegen die Wohn- und Repräsentationskosten (Haushalt, Empfänge, Garderobe, Maske) für den Regierungschef während seiner ersten Amtszeit von 2009 bis 2012 um fast 75 Prozent.

Von

afp

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