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15.02.2013

19:54 Uhr

Medienbericht

Sanierung von Zyperns Banken kostet weniger

Der zuvor taxierte Kapitalbedarf von bis zu zehn Milliarden Euro könnte nach Medienberichten deutlich unterschritten werden. Der Staat Zypern selbst benötigt aber nicht weniger Geld.

Ein Mann verlässt die zyprische Zentralbank. dpa

Ein Mann verlässt die zyprische Zentralbank.

BerlinDas krisengeschüttelte Euro-Land Zypern benötigt einem Zeitungsbericht zufolge weniger Finanzhilfen zur Sanierung seiner maroden Banken. Nach einem Gutachten der Investmentgesellschaft Pimco im Auftrag der internationalen Geldgeber bräuchten die Institute je nach zugrunde gelegtem Risikoszenario zwischen 5,9 und 8,8 Milliarden Euro, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagsausgabe) am Freitag vorab.

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Bisher war die Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) in den Verhandlungen mit Zypern über ein internationales Rettungspaket von einem Kapitalbedarf der Banken von bis zu zehn Milliarden Euro ausgegangen.

Zur Finanzierung des zyprischen Staats seien weiterhin 7,5 Milliarden Euro erforderlich, schreibt das Blatt. Das absehbare Volumen des Gesamtpakets dürfte also von bisher 17,5 auf etwas über 16 Milliarden Euro sinken. Eine schnelle Einigung auf ein Hilfspaket ist der Zeitung zufolge aber durch die neuen Zahlen nicht wahrscheinlicher geworden. Die Regierung in Nikosia sperre sich gegen den Beschluss der Eurogruppe, dass internationale Wirtschaftsprüfer vor Ort untersuchen sollten, ob die in Zypern verabschiedeten Anti-Geldwäsche-Gesetze wirksam angewendet und durchgesetzt würden.

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Allerdings steht in Zypern ein Machtwechsel an. Denn bei der Wahl am Sonntag tritt Präsident Dimitris Christofias nicht mehr an. Beste Chancen für die Nachfolge des einzigen kommunistischen Staatsoberhaupts in der Europäischen Union (EU) werden dem rechtskonservativen Kandidaten Nikos Anastasiadis eingeräumt.

Kommentare (10)

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Sarina

15.02.2013, 20:37 Uhr

Nach einem Gutachten benötigen die Institute im schlimmsten Fall wohl etwa 5,9 bis 8,8 Milliarden Euro.
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Zwischen ca. 9 Milliarden liegen ca. 3 Milliarden Unsicherheit. Das sind schlappe 33% oder ein Drittel. Wenn man nicht einmal weiß, ob es knapp 6 oder knapp 9 Milliarden Euro sind, weiß ich nicht, mit welch Geistes Kindern wir es hier zu schaffen haben. Niemals würde ich mich mit einem Loser dieser Sorte an einen Tisch setzen, der um meine Kohle giert, mir aber nicht auf Anhieb sagen kann, ob es 6 oder 9 Milliarden sind! Ich frage mich, womit wir es hier zu tun haben?! Was ist das für eine perfide Nummer, die da abgezogen wird?!

Oekonomix

15.02.2013, 21:38 Uhr

Diese Zahlenspiele kennen wir schon aus Griechenland. Der Kandidat wird so lange schön gerechnet bis die Hilfsmilliarden fließen können.

An Schuldenrückzahlung denkt sowieso niemand. Griechenland rechnet schon fest mit einem weiteren Schuldenschnitt. Unsere Regierung wartet noch bis nach den Wahlen um den Verlust der Hilfsgelder einzugestehen. Bis dahin wird fleißig weiter gezahlt, und wahrscheinlich doch darüber hinaus.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Athen-kuendigt-Schuldenschnitt-an-article10137986.html

skeptiker

15.02.2013, 22:07 Uhr

Zypern ist nicht Griechenland. Hier mal was zum nachdenken:
http://www.mittelstandcafe.de/die-13-mrd-euro-zypern-pleite-bei-600-mrd-euro-sicherheiten-814684.html/

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