Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.07.2014

12:06 Uhr

Medienbericht

Saudi-Arabien schickt 30.000 Soldaten an die Grenze zum Irak

Irakische Soldaten ziehen ab, saudi-arabische Soldaten rücken an. So beschreibt ein saudi-arabischer Fernsehsender die Lage an der Grenze zum Irak. Die irakischen Soldaten seien „ohne Begründung“ abgezogen worden.

Türkische Soldaten patrouillieren nahe der irakischen Grenze. An der saudi-arabisch/irakischen Grenze finden laut Medienbericht Truppenbewegungen statt. dpa

Türkische Soldaten patrouillieren nahe der irakischen Grenze. An der saudi-arabisch/irakischen Grenze finden laut Medienbericht Truppenbewegungen statt.

DubaiSaudi-Arabien hat nach einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders Al-Arabija 30.000 Soldaten an der Grenze zum Irak stationiert.

Zuvor seien dort irakische Soldaten abgerückt, berichtete der in Dubai ansässige Sender am Donnerstag. Er besitze Aufnahmen von rund 2500 irakischen Soldaten, die sich in einem Wüstengebiet östlich von Kerbela aufhielten. Sie seien von ihren früheren Posten abgezogen und hätten das Grenzgebiet zu Saudi-Arabien und Syrien unbewacht zurückgelassen, berichtete der Sender.

Ein irakischer Offizier sagte in dem Beitrag, sie seien ohne eine Begründung abgezogen worden. Saudi-Arabien und der Irak haben eine rund 800 Kilometer lange gemeinsame Grenze.

Kämpfe um Tigrit

Isis ruft Kalifat aus

Kämpfe um Tigrit : Isis ruft Kalifat aus

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Am Mittwoch hatten der saudi-arabische König Abdullah und US-Präsident Barack Obama miteinander telefoniert und die Lage im Irak besprochen. Dort sind in den vergangenen Wochen sunnitische Isis-Rebellen rasch auf die Hauptstadt Bagdad vorgerückt. Die radikalen Islamisten haben weite Gebiete im Norden und Westen des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht, aber auch in Syrien einige Regionen erobert. Am Sonntag hatten die Extremisten ein Kalifat in den von ihnen kontrollierten Gebieten ausgerufen.

Das US-Präsidialamt teilte mit, Obama und Abdullah hätten über die Notwendigkeit einer Regierung der nationalen Einheit im Irak beraten. Das Land ist gespalten zwischen Schiiten, die die Regierung stellen, und Sunniten, die sich vielfach benachteiligt fühlen. Saudi-Arabien versteht sich als Schutzmacht der Sunniten und unterstützt sunnitische Rebellen in Syrien in ihrem Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad. Die saudiarabische Führung bestreitet jedoch, auch den sunnitischen Aufständischen im Irak zu helfen.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr J.-Fr. Pella

03.07.2014, 13:12 Uhr

Endlich kommen die "friedlichen" deutschen Waffenexporte
zur Geltung und vermutlich auch zum Einsatz.
Welch eine verlogene Politikerkaste!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×