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03.11.2013

14:47 Uhr

Medienbericht

Saudi-Arabien will womöglich deutsche U-Boote

Thyssen-Krupp dementiert, sich bald über einen Milliardenauftrag aus Saudi-Arabien freuen zu können. Zuvor hatte eine Zeitung berichet, das Land wolle zunächst fünf U-Boote bei den Deutschen kaufen, später dann bis zu 25 Stück.

Das Gelände der HDW-Werft in Kiel. Hier baut die Thyssen-Krupp-Tochter U-Boote. (Archivbild) dpa

Das Gelände der HDW-Werft in Kiel. Hier baut die Thyssen-Krupp-Tochter U-Boote. (Archivbild)

BerlinSaudi-Arabien will nach einem Zeitungsbericht U-Boote aus deutscher Herstellung kaufen. Der Industriekonzern Thyssen-Krupp dementierte den Artikel. „Es gibt absolut keine Projekte zu U-Booten für Saudi-Arabien und demzufolge auch keine Vorgespräche. Der Artikel entbehrt jeglicher Grundlage", sagte eine Thyssen-Krupp-Sprecherin.

Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, es gehe um den Kauf von fünf U-Booten der Klasse 209 im Wert von 2,5 Milliarden Euro. Langfristig sei gar der Erwerb von bis zu 25 U-Booten geplant. Nach Informationen des Blatts signalisierte das Bundeskanzleramt im Sommer in einem Brief an das Königshaus eine rasche, wohlwollende Prüfung, sobald die neue Bundesregierung feststehe. Hersteller der Schiffe wären demnach die Kieler Werft HDW und die Emdener Nordseewerke, die zu Thyssen Marine Systems gehören.

Waffenexporte in Krisenregionen sind ein Streitpunkt in den Koalitionsverhandlungen zwischen den Unionsparteien und der SPD - Saudi-Arabien war mit Panzern und Soldaten an der Niederschlagung von Protesten in Bahrein beteiligt. Die Sozialdemokraten treten für verschärfte Regeln ein, während die Union die derzeitige Praxis für ausreichend hält. Danach muss der Bundessicherheitsrat, dem neben der Kanzlerin acht Minister angehören, jedem Rüstungsexport zustimmen.

Eine Regierungssprecherin wollte sich gegenüber der Zeitung „zu potenziellen Einzelfällen des Rüstungsexports“ nicht äußern. Thyssen-Krupp hatte auch der „Bild am Sonntag“ mitgeteilt, es gebe kein entsprechendes Projekt. Zu möglichen Vorgesprächen wollte das Unternehmen aber nichts sagen.

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04.11.2013, 16:34 Uhr


Wir schenkten Israel U-Boote, die Saudis zahlen cash.
Rettet Arbeitsplätze.

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