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24.11.2011

02:02 Uhr

Medienbericht

Schwarz-Gelb diskutiert über Bedingungen für Euro-Bonds

EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso hat sich am Mittwoch für Euro-Bonds starkgemacht. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel umgehend kritisiert. Doch die Ablehnung innerhalb der Koalition bröckelt offenbar.

Jose Manuel Barroso und Angela Merkel beim G-20-Gipfel in Cannes. dapd

Jose Manuel Barroso und Angela Merkel beim G-20-Gipfel in Cannes.

BerlinIn der schwarz-gelben Koalition wird einem Zeitungsbericht zufolge die Zustimmung zu Euro-Bonds als Mittel gegen die Schuldenkrise nicht mehr kategorisch ausgeschlossen. Derzeit würden Szenarien diskutiert, die eine Zustimmung erforderlich machen könnten, berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Fraktionskreise.

So könnte die Bundesregierung gezwungen sein, zum Beispiel für die gewünschte Verschärfung des Euro-Stabilitätspaktes eine Gegenleistung zu erbringen. Das könnte ein Ja zu Euro-Bonds oder ähnlich ausgestalteten Anleihen erforderlich machen, zitiert die Zeitung aus Fraktionskreisen.

Bisher lehnen Union und FDP die Einführung von Euro-Bonds strikt ab. Am Mittwoch hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Vorstoß von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso für die Einführung von Euro-Bonds kritisiert. Dies sei „bekümmerlich und unpassend“. Die EU-Kommission will zudem die Haushaltsplanung der Euro-Länder streng überwachen.

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Am Donnerstag berät Merkel mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy und Italiens neuem Regierungschef Mario Monti in Straßburg über die Krise im Euro-Raum. Dabei dürfte es auch um die umstrittenen Euro-Bonds gehen sowie über die Möglichkeit von EU-Vertragsänderungen, um Defizitsünder im Euro-Raum besser überwachen zu können.

Frankreich drängt zudem auf ein stärkeres Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB), Deutschland lehnt dies strikt ab. Laut Bundesregierung soll Monti in Straßburg zudem seine Pläne zur Sanierung der italienischen Staatsfinanzen erläutern.

Von

afp

Kommentare (35)

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Account gelöscht!

24.11.2011, 02:38 Uhr

Ha,ha,ha.Am Ende ist also-NEIN,NEIN,JEIN!Na ja,es war ja klar-die Märkte und Banken wollen Geld und da die Deutschen,werden der EZB nie erlauben, Anleihen für 3 Billionen(zur Zeit sind es nur 180 Mrd)zu kaufen wird der andere Weg neschritten-also Eurobonds.Damit werden nach der monetären auch die fiskalische Eigenständigkeit der Euro-Länder abgeschafft-das ist auch gut.Ich habe mehr Vertrauen in der Eurokraten als in der Bundestagzirkus.Für zwei Jahre haben wir 3% Wachstum,Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr und Schäuble will noch mehr Schulden aufnehmen in den nächsten 2 Jahren.

FehlkonstruktEURO

24.11.2011, 03:20 Uhr

Das krankmachende Krebsgeschwür EUro muß aus dem Körper Europas entfernt werden.
Das ist die einzigste Lösung.
Bleibt der Euro dann stirbt Europa.

Alle anderen Maßnahmen verlängern nur das Siechtum und Sterben, daß müßte so langsam auch der dümmste und ökonomisch ungebildetste Politiker insgeheim verstanden haben. Auch wenn es die EUro Fanatiker und Ideologen nicht zugeben wollen; nicht verwunderlich denn das Thema "Endsieg", Durchhalteparolen und volksverdummende Propaganda hatten wir ja schon einmal ... .

Account gelöscht!

24.11.2011, 04:21 Uhr

Es könnte sich herausstellen, dass Angela Merkel die mit Abstand fähigste Politikerin ist, die wir je hatten. In einer unglaublich schwierigen poitischen Situation vertritt sie Deutschlands Interessen auf Beste (und das, ohne dass viele Wähler es verstehen.)

Ich bin gespannt, ob sie erfolgreich sein wird. Im Falle eines Scheiterns könnte sie aber auch ganz schnell zur unfähigsten Politikerin werden.

Es bleibt spannend.

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