Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.12.2012

11:29 Uhr

Medienbericht

Standorte für Patriot-Raketen in Türkei stehen fest

Im türkischen Grenzgebiet zu Syrien sollen Abwehrraketen stationiert werden. Die Stationierungsorte für den Patriot-Einsatz stehen offenbar schon fest. Die Pläne könnten wesentlich früher beginnen als erwartet.

Ein Handout-Foto der Bundeswehr mit dem Abschuss eines Patriot-Lenkflugkörpers im Rahmen einer Übung. dpa

Ein Handout-Foto der Bundeswehr mit dem Abschuss eines Patriot-Lenkflugkörpers im Rahmen einer Übung.

IstanbulFachleute der NATO und der türkischen Armee haben sich nach dem Bericht eines türkischen Nachrichtensenders auf die Stationierungsorte der deutschen und niederländischen Patriot-Raketenabwehr im Grenzgebiet zu Syrien geeinigt. Zwei Patriot-Batterien der Bundeswehr und ein System der niederländischen Armee würden in den südostanatolischen Provinzen Malatya, Gaziantep und Diyarbakir aufgestellt, berichtete der türkische Sender NTV am späten Sonntagabend unter Berufung auf NATO-Kreise. Die formelle Stationierungsentscheidung des Bündnisses wird in dieser Woche erwartet.

Der Patriot-Einsatz werde von der NATO-Basis im rheinland-pfälzischen Ramstein aus geleitet, meldete NTV weiter. Zudem werde es eine Kontrollbasis in der Türkei selbst geben. Die Türkei hatte die Stationierung der Systeme beantragt, um mögliche Raketenangriffe aus dem Unruheland Syrien abwehren zu können. Laut NTV sollen die Patriots anfliegende Raketen bis zu 80 Kilometer tief auf syrischem Territorium orten und bekämpfen können.

Syrien: Armee bombardiert Vororte von Damaskus

Syrien

Armee bombardiert Vororte von Damaskus

Den dritten Tag in Folge versuchen die Streitkräfte dort die Kontrolle zu übernehmen.

Deutsche, niederländische und US-Experten hatten vergangene Woche in der Türkei gemeinsam mit türkischen Militärs nach geeigneten Stationierungsorten für die Patriots gesucht. Der Bundestag soll Mitte Dezember über den Einsatz deutscher Soldaten an der türkisch-syrischen Grenze entscheiden. NTV meldete jedoch unter Berufung auf NATO-Kreise, die Stationierung könne bereits ab dem 9. Dezember und damit wesentlich früher als bisher erwartet beginnen.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×