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25.04.2012

01:06 Uhr

Medienbericht

Weidmann informiert über IWF-Brandmauer

Die G20-Länder hatten sich auf eine Aufstockung des Hilfsfonds des IWF auf mehr als 430 Milliarden US-Dollar verständigt. Deutschlands Beitrag will sich die Bundesbank jetzt vom Haushaltsausschuss bestätigen lassen.

Bundesbankpräsident Weidmann vor der Bundesbank in Frankfurt am Main. dpa

Bundesbankpräsident Weidmann vor der Bundesbank in Frankfurt am Main.

MünchenBundesbankpräsident Jens Weidmann soll einem Zeitungsbericht zufolge den Bundestags-Haushaltsausschuss an diesem Mittwoch über die deutsche Beteiligung an der Aufstockung der IWF-Krisenkasse für Staaten in Schieflage informieren. Eine entsprechende Einladung habe der Ausschuss am Dienstag an Weidemann verschickt, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch).

Die führenden Industrie-und Schwellenländer (G20) hatten sich in der vergangenen Woche in Washington darauf verständigt, die Brandschutzmauer des Weltwährungsfonds um mehr als 430 Milliarden US-Dollar (325 Mrd Euro) aufzustocken. Mit dem Geld sollen Länder inner- und außerhalb Europas unterstützt werden, die in den Sog der Schuldenkrise geraten.

Von den 150 Milliarden Euro der Euro-Länder steuert Deutschland über die Bundesbank rund 41,5 Milliarden Euro bei. Weidmann fordert laut „SZ“, dass das Parlament den Plan formell mitträgt, weil das finanzielle Risiko beim Steuerzahler liege. Schließlich werde die Bundesbank in diesem Fall nicht aus eigenem Antrieb tätig, sondern auf Bitten der Regierung und als Vertreterin Deutschlands in den IWF-Gremien.

Noch im Dezember jedoch hätten sich Union und FDP dem Wunsch der Bundesbank unter Verweis auf deren Unabhängigkeit verweigert. Ob Weidmann am Mittwoch selbst vor dem Ausschuss erscheint oder einen Vertreter schickt, war dem Bericht zufolge zunächst unklar.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Magellan

25.04.2012, 05:26 Uhr

Weidmann- einer der wenigen von denen, die demokratische Strukturen respektieren. Leider werden die (nicht demokratisch agierenden)Parlamentarier auch diesmal wieder abnicken und weiter Spielgeld an die Spekulanten freigeben.

Koboldo

25.04.2012, 07:26 Uhr

Ob Weidmanns Verhalten demokratischen Strukturen geschuldet ist, wage ich nicht zu beurteilen. Fakt scheint allerdings zu sein, dass die Risiken der Erhöhung der IWF-Mittel für die Bundesbank immens sind und Weidmann sich deshalb politisch absichert. Das ist mehr als legitim, da die Bundesbank von der Politik Risiken aufgebürdet bekommt, die sie eigentlich nicht gewillt ist, zu übernehmen. Für mich ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Berlin ein gefährliches geldpolitisches Spiel treibt mit sehr ungewissem Ausgang...

Account gelöscht!

25.04.2012, 07:30 Uhr

Na ja, nochmal`s schlappe 42 Mrd. Euro = 84 Mrd Mark. Wir haben es ja, bloß woher nehmen und nicht stehlen? Wisst Ihr überhaupt was das für Summen sind

IHR SEID NUR NOCH WAHNSINNIG!!!!!

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