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13.10.2013

18:15 Uhr

Medienbericht

Westerwelle und de Maizière entgehen Anschlag

Außenminister Westerwelle und Verteidigungsminister de Maizière sind möglicherweise einem Anschlag entgangen. Bei ihrem Kundus-Besuch könnten laut einem Medienbericht Aufständische einen Raketenbeschuss geplant haben.

De Maizière und Westerwelle waren bei der Übergabe des Feldlagers Kundus an die Afghanen anwesend. Reuters

De Maizière und Westerwelle waren bei der Übergabe des Feldlagers Kundus an die Afghanen anwesend.

BerlinAußenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Thomas de Maizière sind vor einer Woche im afghanischen Bundeswehr-Lager Kundus möglicherweise einem Anschlag entgangen. Es habe „Hinweise auf eine Störung der Übergabezeremonie durch Raketenbeschuss von Aufständischen“ gegeben, sagte ein Sprecher des Auslandseinsatzkommandos am Sonntag auf Anfrage. Details seien allerdings geheim.

Einem „Spiegel“-Bericht zufolge hatten Aufklärungskräfte mit den hochleistungsfähigen Sensoren eines Überwachungszeppelins zwei Raketenwerfer westlich des Lagers entdeckt. Aufständische hätten dort 107-Millimeter-Werfer feuerbereit gemacht. Ein Hubschrauber vom Typ Tiger habe wenig später jedoch keine Spur mehr gefunden. Die Bundeswehr nehme an, dass die Aufständischen den Hubschrauber bemerkt und sich sofort zurückgezogen hätten.

Bei der Übergabe des Feldlagers an die Afghanen hatte die Bundeswehr am vergangenen Sonntag alle Kräfte am Boden und in der Luft mobilisiert, um Anschläge der Taliban zu verhindern. Auch im Feldlager selber waren Scharfschützen in Stellung. Nach der Übergabe hatten deutsche Offiziere angedeutet, dass die Taliban Angriffe geplant hätten, offiziell bestätigt wurde das aber nicht. Zu Zwischenfällen während der Übergabe war es nicht gekommen.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Nachwuchs

13.10.2013, 20:22 Uhr

Anschlag auf unsere Leute, wo wir doch nur die Freiheit dort verteidigen? Kein Islamist hat doch etwas gegen Friedensstifter, so unsere Poitiker. Der Islam ist die Friedensreligion 8 Tötet Andersgläubige), die wir ungeprüft fördern. Hat unsere BW wieder einmal auf Anweisung? der Politik, versagt oder haben wir nur unfähige Führungskräfte in der BW? Dann ist sofortiger Rausschmiss angesagt!

Kriegsgegner

13.10.2013, 21:12 Uhr

In Kriegsgebieten ist es bekanntlich gefährlich.

Das sollte sich doch inzwischen herum gesprochen haben.
Das ist nicht so, wie wenn man mit seiner Frau / Mann zum Kaffee trinken um die Ecke geht.
Es gibt ein Sprichwort das sagt: "Weit vom Schuss gibt es alte Soldaten"

Nur gut, dass den Amerikanern langsam das Geld aus geht.

Vielleicht hätte man da doch nicht hin gehen sollen ?

Nachher, nach dem man so und so viele Menschen dort ab geschlachtet hat, wird man offensichtlich klüger und beginnt zu begreifen, dass dieser Krieg niemals zu gewinnen ist.

Treudoof

13.10.2013, 21:24 Uhr

Solange niemand die "verantwortlichen", üblichen Verdächtigen hier besucht wird sich nichts ändern.
Demnächst in Syrien oder Somalia, derselbe Dreck mit neuem Gesülz.
Wäre doch richtig schön gewesen, wenn wir stattdessen jetzt unsere Firmen da hin schicken würden um auf Einladung der Afghanen deren! Erze abbauen zu können.
Zum gegenseitigen Nutzen und mit untadligem Ruf.
Welcher Abschaum hat uns diesen Einsatz verschafft, unseren Ruf dort ruiniert und schreit jetzt rum als ob es die "Opposition" gewesen sei? War es Schröders Prekariats SPD? Was für politische Weitsicht, welch dolle Staatenlenker. Das Abenteuer war schon für die UDSSR fatal und auch für uns ein GAU. Dank an die weisen Leiter.

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