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24.01.2013

14:34 Uhr

Medienbericht

Womöglich doch rechte Mehrheit in Israel

Benjamin Netanjahu könnte doch die Parlamentswahlen in Israel verloren haben. Radio Israel berichtet, dass das Lager aus rechten und religiösen Parteien doch eine hauchdünne Mehrheit von 61 der 120 Mandate erzielt habe.

Bei den Wahlen in Israel hat womöglich doch das rechte Lager knapp gewonnen. Reuters

Bei den Wahlen in Israel hat womöglich doch das rechte Lager knapp gewonnen.

JerusalemBei der Parlamentswahl in Israel hat das Lager aus rechten und religiösen Parteien doch eine hauchdünne Mehrheit von 61 der 120 Mandate erzielt. Das berichtete Radio Israel am Donnerstag unter Berufung auf Informationen aus der Zentralen Wahlkommission.

Demnach stellt die ultrarechte Siedlerpartei Das Jüdische Haus von Naftali Bennett jetzt zwölf statt elf Abgeordnete. Im Gegenzug verloren die drei arabischen Parteien ein Mandat. Sie kommen auf elf Abgeordnete. Nach der Wahl am Dienstag wurden noch die Stimmen von Soldaten, Diplomaten sowie Häftlingen ausgezählt.

Stärkster Block bei der vorgezogenen Parlamentswahl wurde das rechte Wahlbündnis Likud-Beitenu von Regierungschef Benjamin Netanjahu mit 31 Sitzen. Der 63-Jährige dürfte deshalb mit der Regierungsbildung beauftragt werden.

Der frühere TV-Journalist Jair Lapid erzielte mit seiner liberalen Zukunftspartei (Jesch Atid) 19 Mandate. Die Partei ist jetzt die zweitstärkste politische Kraft im Parlament.

Auf Platz drei landete die Arbeitspartei von Shelly Jachimowich mit 15 Mandaten. Die Schas-Partei der ultraorthodoxen sephardischen Juden kam auf 11, die ultraorthodoxe Partei Vereinigtes Thorajudentum der aschkenasischen Juden auf 7 Sitze.

Die neugegründete Hatnua-Partei von Ex-Außenministerin Zipi Livni und die linksliberale Merez-Partei erhielten je 6 Mandate. Schwere Verluste erlitt die in der politischen Mitte angesiedelte Kadima-Partei von Schaul Mofas. Die mit bislang 28 Sitzen größte Partei im Parlament stürzte auf nur 2 Sitze ab.


Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

24.01.2013, 17:00 Uhr

Die Welt hat den Willen der Israelis zu akzeptieren , Israel ist die einzig wirkliche Demokratie in dieser Region , die Zulassung von Parteien die die Interessen der Arabisch stämmigen Israelis vertritt , beweist dies !

Hagbard_Celine

25.01.2013, 09:21 Uhr

"Die Welt hat den Willen der Israelis zu akzeptieren"

??? Ähem, die Israelis sind nicht alleine auf diesem Planeten.

Wie wäre es mit einem Gegenvorschlag: "Die israelische Regierung hat den Willen der Israelis zu akzeptieren" ?

Wie man an den Wahlergebnissen sieht, gibt es auch jede Menge vernünftige Leute dort, der Rest sollte mal gründlich über den Satz "what goes around comes around" nachdenken.

Gute Nachbarn kennen die Bedürfnisse des Anderen und handeln entsprechend. An Israels Stelle würde ich den Palästinensern endlich ihren Staat gönnen und im gleichen Zug die priviligierte Partnerschaft mit Ägypten reanimieren.

Denkbar wäre zum Beispiel eine Sonderwirtschaftszone auf der Insel Sinai. Ich bin mir sicher die EU und USA wären bereit einen Teil der Infrastrukturkosten zu übernehmen.

Wenn das Brot nicht für alle reicht, ist es klüger mehr zu backen als sich darüber zu zanken.

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